Eine Station ist für Infektionspatienten vorgesehen

Coronavirus: Klinikum Lüdenscheid verschärft Sicherheitsmaßnahmen

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Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus oder andere hochinfektiöse Erkrankungen  können im Klinikum isoliert werden.

Lüdenscheid – Patienten, die mit grippeähnlichen Symptomen ins Klinikum Lüdenscheid kommen, werden ab sofort auch auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus hin überprüft.

Wie Kliniksprecherin Corinna Schleifenbaum erklärt, sind die Kräfte vor Ort vorbereitet – um im Ernstfall sowohl die Patienten entsprechend behandeln zu können, als auch eine mögliche Verbreitung des Virus einzudämmen. „Wir haben seit Jahren einen Handlungsleitfaden, was bei hochinfektiösen Patienten zu tun ist“, sagt sie. Daran werde sich die Klinik auch im Corona-Verdachtsfall halten, denn der eigene Leitfaden entspreche den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. 

„Das Virus ist neu und weitgehend unbekannt – wir halten uns an die Richtlinien“, betont Schleifenbaum. Ähnlich wie bei der sogenannten Schweinegrippe vor einigen Jahren sollen Patienten mit grippeähnlichen Symptomen, wie sie auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten können, klingeln, bevor sie die Notaufnahme betreten.

Hinweisschilder und Befragung der Patienten

Sie werden dann unter gewissen Schutzmaßnahmen hineingeführt. Entsprechende Hinweisschilder werden am Eingangsbereichen aufgehängt. Die Mitarbeiter seien speziell sensibilisiert worden: Patienten mit Grippesymptomen werden beispielsweise hinsichtlich ihrer Kontakte und Urlaubsaufenthalte oder Geschäftsreisen befragt. 

Generell sei das Klinikum gut aufgestellt, sagt Schleifenbaum: Das Haus verfügt über eine Station, die auch auf Infektionspatienten ausgerichtet ist. Sie ist mit einem eigenen Aufzug direkt von der Notaufnahme aus erreichbar. 

Eine Schleuse vor jedem Zimmer

Die Zimmer haben jeweils einen Vorraum mit einer Schleuse. Zutritt ist dort nur mit entsprechender Schutzkleidung erlaubt. Dazu gehören ein mehrlagiger Mundschutz, Schutzbrille, Atemmaske und Handschuhe. „Wir haben alles vorrätig und sind sofort handlungsfähig“, sagt Schleifenbaum. 

Die Station umfasst 17 Zimmer mit bis zu 34 Betten. „Bei einem gleichen Infektionsbild ist es möglich, dass zwei Patienten zusammen auf einem Zimmer sind. Das passiert aber nur, wenn das Bild eindeutig ist und es nicht anders geht.“ 

Außerdem sind die Zimmer von außen über einen Extraweg zugänglich, „das dient vor allem dem Infektionsschutz. Wenn mal etwas abgeholt werden muss, müssen die Mitarbeiter danach nicht durch das ganze Krankenhaus“, sagt Schleifenbaum.

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