Personal wird aufgestockt

Coronavirus: Klinikum holt Ärzte und Pfleger aus dem Ruhestand zurück

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Das Team der Zentralen Notaufnahme appelliert an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben. 

Lüdenscheid/Werdohl – Die Märkischen Kliniken bereiten sich auf die Versorgung einer großen Zahl von schwer erkrankten Covid-19-Patienten vor. Dazu benötigen die Kliniken mehr Personal. 

Um im Krisenfall ausreichend medizinisches Personal zur Verfügung zu haben, wurden externe Ärzte und Praxen kontaktiert, die in der Anästhesie oder als Notärzte eingesetzt werden könnten. Zudem sollen ehemalige Ärzte und Pfleger aus dem Ruhestand geholt werden. 

Bereits am Montag hatten die Märkischen Kliniken beschlossen, zusätzliche Ärzte von anderen Stationen in der Zentralen Notaufnahme einzusetzen. Studenten im Praktischen Jahr wurden Angebote für eine Weiterbeschäftigung während der Corona-Krise unterbreitet. Die angehenden Mediziner haben Zeit, da alle Universitäten derzeit geschlossen sind.

Entlastungen erhoffen sich die Märkischen Kliniken auch durch die vom Land NRW beschlossene vorübergehende Abschaffung der Dokumentationspflichten. Dadurch soll mehr Personal für die Pflege bereitstehen.

Mit den Personalbeschaffungsmaßnahmen will die Klinikleitung für den Fall gewappnet sein, dass sich viele Mitarbeiter infizieren und ausfallen. Zuletzt befanden sich in Lüdenscheid rund 30 Angestellte vorsichtshalber in Quarantäne. In der Stadtklinik Werdohl gibt es bislang keine Ausfälle. 

Die Märkischen Kliniken verfügen aktuell über 31 Intensivbetten (28 in Lüdenscheid, 3 in Werdohl). Durch Stilllegung und Umwidmung von OP-Sälen könnten innerhalb von 24 Stunden weitere 24 Intensivbetten bereitgestellt werden, indem die dort vorhandenen Narkosegeräte für die Beatmung der Covid-19-Patienten umfunktioniert werden. Zudem bestellte die Klinikleitung neue Beatmungsgeräte.

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