Einschränkungen zum Schutz vor Ansteckung

Viele Betriebe geschlossen - Für wen lohnt sich Gastronomie noch?

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Das Ordnungsamt fährt regelmäßig Streife, um auf die Einhaltung der Bestimmung zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus zu achten. Im Fall einer Ausgangssperre drohen drastischere Maßnahmen.

Lüdenscheid – Die Einschränkungen für das soziale Leben auch in Lüdenscheid sind klar definiert. Das Ordnungsamt fährt regelmäßig Streife, um zu kontrollieren, ob sich alle Bürger daran halten. Das ist längst nicht überall der Fall, auch wenn zu hören ist, dass die meisten, die vom Team des Ordnungsamtes angesprochen werden, auch einsichtig seien. Geachtet wird zum Beispiel darauf, dass sich keine größeren Gruppen versammeln oder ob sich Geschäfte, die öffnen dürfen, an Regeln halten.

 In den Lebensmittelmärkten ist das mitunter schwierig, weil Kunden nicht mitziehen. Bianca Preller, Inhaberin des Edeka-Marktes am Buckesfeld berichtet, dass viele mit Verständnis reagieren und sich gemäß der Vorschriften verhalten, aber einige seien uneinsichtig – sei es, dass sie sich beschweren, weil Toilettenpapier und Mehl infolge der Hamsterkäufe nach wie vor schwierig zu bekommen sind, oder dass sie nicht einsehen, sich an die Sicherheitsvorgaben zu halten. Immer noch gebe es Leute, die das Einkaufen als Ausflug sehen, um andere Menschen zu treffen, mitunter sogar mit der ganzen Familie.

Besonders streng sind die Vorgaben für Gastronomie-Betriebe. Restaurants und Imbissbuden dürfen unter strengen Auflagen weiterhin öffnen, aber nur von 6 bis 15 Uhr. Dabei müssen die Namen und Kontaktdaten der Kunden inklusive des Datums und des Zeitraums des Aufenthaltes dokumentiert werden. Außerdem muss ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Gästen und zwischen den Tischen eingehalten werden. Vorgeschrieben ist regelmäßiges Lüften – alle 30 Minuten von mindestens zwei Seiten für 15 Minuten. An den Ein- und Ausgängen sowie in den Toilettenanlagen müssen zudem Aushänge mit Informationen zum Schutz vor Infektionen angebracht werden. Nach 15 Uhr dürfen Speisen nur noch abgeholt oder geliefert werden.

Cafés und Eisdielen dürfen grundsätzlich nur außer Haus verkaufen oder liefern. Unter diesen Bedingungen hatten gestern Eisdielen gar nicht mehr geöffnet. Auch etliche Restaurants, wie La Torre oder Schwejk, teilen auf Facebook oder ihren Internetseiten mit, dass sie bis auf Weiteres geschlossen sind. Abhol- und Lieferdienste bieten vor allem die Betriebe an, für die dieser Service ohnehin ein wichtiges Standbein ist, zum Beispiel Imbisse und Pizzerien.

Aber auch dafür gibt es Vorschriften, um Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren: Es darf immer nur ein Kunde eintreten, um zuvor bestelltes Essen abzuholen. Andere Kunden müssen draußen warten. Und auch bei Lieferungen außer Haus sollte Abstand gehalten werden – ideal seien daher Möglichkeiten für kontaktloses Bezahlen, heißt es in dem Info-Blatt der Stadt für die Gastronomie. Das bieten etliche Betriebe inzwischen auch an. Es gibt übrigens auch Einzelhändler, die einen Lieferservice anbieten, beispielsweise der Bürofachmarkt Sasse oder das Zoohaus Welke.

Informationen

Wer unter www.luedenscheid.de auf der Internetseite der Stadt Lüdenscheid unter dem Schlagwort „Coronavirus“ auf „mehr erfahren“ klickt, findet am Rand der Seite weitere Links zu den wichtigsten Infos rund um die Einschränkungen, die verhängt wurden, um die Ausbreitung des Virus zu reduzieren. Die zehn entscheidenden Regeln für die Gastronomie sind unter einem eigenen Punkt noch einmal separat aufgelistet.

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