Bürger decken sich mit Lebensmitteln ein

Coronavirus führt zu leeren Regalen in den Supermärkten

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Besonders haltbare Lebensmittel wurden am Wochenende in großer Menge von den Kunden gekauft. 

Lüdenscheid - Hamsterkäufe sind auch in Lüdenscheid an der Tagesordnung. In diversen Supermärkten und Discountern der Bergstadt sind die Regale mit haltbaren Lebensmitteln nahezu leer gefegt. 

„Bei uns herrscht seit letzter Woche Ausnahmezustand. Wir verkaufen Produkte in Mengen, in denen wir sie sonst nicht verkaufen“, sagt Krystian Frankowski, Filialleiter des Edeka Preller. Man mache Umsätze wie sonst nur an Weihnachten oder Ostern. 

Vor allem Mehl, Backmischungen, Reis, Nudeln und Fertiggerichte in Dosen seien gefragt, alles was gut auf Vorrat aufzubewahren sei. Der Warenaufwand bei der Anlieferung neuer Ware sei doppelt so groß wie sonst, da durch die Nachfrage eine größere Menge geordert würde. Allerdings müsse auch geschaut werden, ob alles geliefert werden könne. Desinfektionsmittel sei zum Beispiel überall ausverkauft. Hier geht's zum Coronavirus-Newsticker im MK.

In anderen Märkten sieht es ähnlich aus. Lidl erklärt auf Anfrage unserer Redaktion: „In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir deutlich erhöhte Abverkäufe. Besonders Artikel aus dem Trockensortiment wie Konserven und Nudeln sowie aus dem Hygienebereich wie Toilettenpapier und Desinfektionsmittel werden aktuell stark nachgefragt. Lidl Deutschland arbeitet gemeinsam mit seinen Lieferanten und Logistikpartnern intensiv daran, die Warenversorgung in seinen Filialen sicherzustellen und die Logistiklager mit stark nachgefragten Artikeln zu bevorraten.“

Am Samstagmorgen war die Palette mit H-Milch noch voll und vor allem hoch gestapelt. Das hat sich schon innerhalb eines Tages drastisch geändert, schildert der Filialleiter von Edeka. 

Gleiches teilt auch die Rewe-Gruppe mit: „Wir haben bundesweit eine verstärkte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln, Nährmitteln, Konserven, Drogerie. Es gibt keine Engpässe in der Warenversorgung. Die Frequenz der Belieferung der Rewe- und Penny-Märkte haben wir erhöht beziehungsweise angepasst. Wir sind gut auf die Situation eingestellt.“ 

Aldi Nord spricht ebenfalls von erhöhten Absatzmengen im gesamten Vertriebsgebiet. „Alle Lebensmittelbestände werden im Rahmen der routinemäßigen Belieferung unserer Märkte kurzfristig wieder aufgefüllt. Die Versorgungssicherheit unserer Märkte ist sichergestellt. Weitreichende Lieferengpässe für Lebensmittel und Near-Food-Produkte wie zum Beispiel Hygieneprodukte, können wir zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen. Dafür stehen wir in engem Kontakt mit unseren Lieferanten und beurteilen die Situation kontinuierlich, um kurzfristig auf weitere Veränderungen der Nachfrage eingehen zu können. Hierfür wurden geeignete Maßnahmenpakete erarbeitet. Die Einschätzungen und Empfehlungen des Krisenstabes der Bundesregierung werden fortlaufend eingezogen“, teilt ein Aldi-Nord-Sprecher mit.

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