Mit Umfrage

Das sagen Lüdenscheider Kommunalpolitiker zur Maskenpflicht

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[Update, 16 Uhr] Lüdenscheid – Am Mittwochmittag hat die nordrhein-westfälische Landesregierung entschieden, im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine landesweite Maskenpflicht einzuführen. Sie gilt ab Montag beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen. So beurteilt die Lüdenscheider Kommunalpolitik die Entscheidung.

Eine Entscheidung, die Lüdenscheids CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Fröhling ausdrücklich begrüßt. Während nämlich das Kabinett unter der Führung von CDU-Ministerpräsident Armin Laschet am Dienstag noch keine Entscheidung pro Maskenpflicht traf, forderte die heimische Unions-Fraktion nach den Eindrücken in Folge der Lockerungen am Montag die Einführung einer Maskenpflicht in Lüdenscheid.

Mit dem Beschluss der Landesregierung von gestern sei die Forderung nach einer kommunalen Maskenpflicht jetzt erst einmal hinfällig. „Wie müssen die Situation aber im Blick behalten, um bei Bedarf nachzusteuern“, sagt Fröhling.

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Bevor Mittwochmittag die Entscheidung für eine landesweite Maskenpflicht verkündet wurde, hatte sich am Morgen bereits derLüdenscheider Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter dem Eindruck der CDU-Forderung mit dem Thema beschäftigt. 

Bürgermeister Dieter Dzewas (SPD), „kein Freund von Einzellösungen“ in diesem Punkt, wollte aber zunächst die Entwicklung auf der Landesebene abwarten, da dort laut Städtetag bis spätestens Freitag entschieden werden sollte. Falls die Maskenpflicht nicht gekommen wäre, dann hätte man sich laut Dzewas auch in Lüdenscheid „mit anderen Regelungen beschäftigt“.

Alle Informationen rund um das Coronavirus im MK.

Dass ab Montag eine landesweite Maskenpflicht in NRW eingeführt wird, stand für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Jens Voß „außer Frage, da weder ein Medikament noch ein lmpfstoff gegen das Coronavirus kurzfristig verfügbar sind.“

FDP-Fraktionsvorsitzender Jens Holzrichter findet die Einführung der landesweiten Maskenpflicht „in Ordnung. Einige Argumente der CDU sind für mich nachvollziehbar. Ich sehe jeden Tag, dass die vorsichtige Rückkehr zum Alltag bei manchen Leuten zu unvorsichtiger Entspannung führt.“ Eine Lösung nur für Lüdenscheid hätte er für übertrieben und in der Praxis für nicht umsetzbar gehalten. „Als kreisfreie Stadt ist so etwas vielleicht machbar.“ Allein das Beispiel der MVG zeige das. „Das Mindeste wäre eine Regelung für den gesamten Märkischen Kreis.“ 

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