Coronavirus-Folgen im MK: Lange Warteschlangen für ein Eis im Becher

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Mit dem nötigen und vor allem vorgeschriebenen Abstand warteten die Kunden geduldig auf ihr Eis.

Lüdenscheid – Ein Spaziergang im Wald, Gartenarbeit im Sonnenschein oder eine Tour mit dem Fahrrad: Es sind die kleinen Dinge, die einen in Zeiten des Abstand-Haltens eine Freude machen. Kein Wunder also, dass so manche Lüdenscheider die frühsommerlichen Temperaturen nutzten, sich den Tag mit der einen oder anderen Kugel Eis zu versüßen.

Der Andrang an jenen Eisdielen, die am Wochenende geöffnet hatten, war entsprechend groß, die Vorsichtsmaßnahmen jedoch nicht minder. Denn nach wie vor gilt: Eiskugeln dürfen nur außer Haus verkauft und Kunden nur einzeln bedient werden. 

Dazu gilt es, einen Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Und: Wer sein Eis erhalten hat, darf es erst in einem Abstand von 50 Metern vom Abholort entfernt verspeisen.

Bei Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen durfte ein Eisbecher gestern nicht fehlen.

„Gerade bei diesem Wetter ist ein Eis doch toll. Und dann versucht man natürlich auch, die heimischen Unternehmen zu unterstützen“, war von vielen Lüdenscheidern zu hören, die bisweilen auch Wartezeiten geduldig in Kauf nahmen. „Ich stehe in diesen Tagen lieber in einer Schlange an, als später an einem Beatmungsgerät zu liegen“, zeigte man Verständnis für die Auflagen.

Auch Familie Zakrzewski freute sich über das Eis.

Während einige Lüdenscheider Eiscafés die Möglichkeit des Außer-Haus-Verkaufs (noch) nicht nutzten, haben sich Sascha Annegarn und Emanuela Palmas von „Der Eisprinz“ in Brügge ein ganz eigenes Konzept einfallen lassen. 

Coronavirus: Eisverkauf nur auf Vorbestellung

Um kein unnötiges Risiko einzugehen, geben sie ihr Eis ausschließlich auf Vorbestellung aus: „Wir verkaufen keine einzelnen Kugeln auf die Hand, sondern lediglich Pakete, die wir verpackt rausgeben“, erklärt Annegarn das Prinzip. 

Anke und Saya Fessel holten sich ihr Eispaket von Sascha Annegarn von „Der Eisprinz“ in Brügge ab und ließen es sich im eigenen Garten schmecken.

Ob 12, 16 oder 20 Kugeln: Die Eisliebhaber können sich ihre Sorten zusammenstellen und ihr Eispaket kurze Zeit später liefern lassen („Das ist jedoch eher die Ausnahme“) – oder selbst abholen. „Und das klappt super“, weiß Anke Fessel. Sie hatte zuletzt nicht nur das Angebot von Pizza und Lasagne in Anspruch genommen, sondern war mit Tochter Saya unterwegs, um das bestellte Eispaket abzuholen. „Jetzt geht es raus in den Garten zum Eisessen“, freute sich die Familie über die leckere Abwechslung.

Alle Informationen rund um das Coronavirus im MK gibt es hier.

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