Bei Wind und Wetter

Panne und Entgegenkommen: Lange Schlange am Impfzentrum im MK

Schlange vor dem Impfzentrum in Lüdenscheid.
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Schlange vor dem Impfzentrum in Lüdenscheid.

Riesen-Andrang am Impfzentrum in Lüdenscheid. Im strömenden Regen warteten am Dienstag zeitweise rund 100 Impflinge auf ihren Termin. Die Schlange reichte bis zur anderen Seite des Parkplatzes. Grund für den Rückstau war eine Panne in Kombination mit einem großen Entgegenkommen.

Stolz vermeldete der Märkische Kreis am Mittwoch einen neuen Impfrekord. „Hoffnung gibt der Impffortschritt: Am Dienstag erzielte das Impfzentrum mit seinen Dependencen in Lüdenscheid und Iserlohn mit 2098 Impfungen einen neuen Tagesrekord“, hieß es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. Allein in Lüdenscheid wurden rund 1600 Märker geimpft.

Sichtbares Zeichen des Andrangs war ab dem frühen Nachmittag eine lange Schlange vor dem Impfzentrum in der Lüdenscheider Schützenhalle. Dort warteten gegen 17 Uhr etwa 100 Menschen mit Abstand und Maske auf ihre Impfung – trotz des zeitweise schlechten Wetters. Mit dem Impfrekord hatte die Warteschlange aber nichts zu tun, wie Kreissprecher Alexander Bange auf Anfrage deutlich machte. Vielmehr überlagerten sich zwei aktuelle Entwicklungen.

„Weil nach wie vor viele Zweittermine in Lüdenscheid nicht wahrgenommen und folglich auch nicht abgesagt werden, hatte das Impfteam am Dienstag eine schnelle und pragmatische Lösung parat“, erklärte der Kreissprecher. So wurden am Vormittag online etwa 240 frei gewordene Termine freigeschaltet, die binnen einer Stunde vergeben waren. Unter anderem deshalb kam es am Nachmittag zu Wartezeiten vor dem Impfzentrum durch die neuen Impflinge.

Zudem gab es einen technischen Defekt bei der Systembuchung für die Zweittermine. Die Mitarbeiter mussten alle Zweittermine handschriftlich aufnehmen. Zu Verzögerungen kam es, weil im Impfzentrum die zugelassene Personenzahl begrenzt ist. Erst am Abend funktionierte das System wieder. Bis 22 Uhr trugen die Mitarbeiter die Zweittermine ins elektronische Buchungssystem nach.

„Es kommt nur sehr selten zu längeren Wartezeiten, für die wir uns entschuldigen. Wir haben eine pragmatische Lösung gefunden und unverhofft 240 Menschen zu einer Erstimpfung verholfen“, sagt Dr. Gregor Schmitz, ärztlicher Leiter des Impfzentrums Märkischer Kreis. Es habe kaum Beschwerden gegeben. „Fast alle Geimpften waren sehr glücklich, dass sie unerwartet einen Erstimpftermin erhalten haben“, betont Schmitz. Er dankte den Betroffenen für „ihr Verständnis bei dem schlechten Wetter.“

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