Individuelle Regelungen

Corona: So will das Stern-Center seinen Mietern helfen

Stern Center
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Im Stern-Center kann, wie hier bei der Buchhandlung Thalia, auch in Zeiten von Corona geshoppt werden.

Das Lüdenscheider Stern-Center trägt T-Shirts in der aktuellen Modefarbe Schwarz. Sie hängen auf Bügeln in den Eingangstüren und verbreiten die Werbebotschaft dieser Tage in weißer und roter Schrift: „Rettet unsere Läden jetzt!“ Die ECE setzt dafür selbst ein Zeichen. Lüdenscheids Center-Manager Daniel Dalsasso erläutert auf Nachfrage die offizielle Gangart der Muttergesellschaft: Auch im zweiten Lockdown arbeite man „an geeigneten Lösungen zur Entlastung der Mieter“.

Lüdenscheid – Konkret bedeute das, man wolle eine Regelung umsetzen, „wonach für die Zeit des zweiten Lockdowns die Kaltmiete um die Hälfte reduziert und in den ersten drei Monaten keine Werbebeiträge erhoben werden sollen. Zudem entlasten wir die Mieter bei den Nebenkosten, indem wir während des Lockdowns die Beleuchtung, Beheizung etc. im Center soweit möglich reduzieren“. Ziel sei es, die Mieter im Center „in dieser herausfordernden Situation nach Kräften zu unterstützen“. Gleichwohl müsse das „im Rahmen eines fairen und ausgewogenen Interessenausgleichs“ gemeinsam geschultert werden.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Die Regelungen, auch das betont Dalsasso, seien sehr individuell. Bereits im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 habe man viele Gespräche geführt und „jeweils individuell für beide geeignete Lösungen entwickelt und umgesetzt“. Die Eigentümer des Centers „entlasten die Mieter z.B. durch Mietstundungen oder temporäre Mietreduzierungen und die Mieter kommen im Gegenzug den Eigentümern entgegen z.B. durch Vertragsverlängerungen oder andere Vertragsanpassungen“.

Ein Gang durchs Stern-Center führt allerdings nicht nur an geschlossenen Türen, Rollgittern vor Schaufenstern und verkleideten Leerständen vorbei. Das aktuelle Click&Collect-Angebot etwa bei C&A oder Saturn lockt durchaus Abhol-Kunden an. Für Frequenz sorgt Müller, zudem gibt es Gastro-Angebote zum Mitnehmen. Auch Zeitschriften, Backwaren, Drogerieartikel oder Tee sind erhältlich. Buchhändler Thalia gehört ebenfalls zu denen, die eine Durchreiche für Vorbestelltes besetzt haben.

So will das Stern-Center seinen Mietern helfen

Doch all das genügt nicht. „Viele Händler können einen immer weiter andauernden Lockdown daher nicht mehr lange durchhalten“, mahnt die ECE in ihrer Rettet-die-Läden-Kampagne: „Sie sind am absoluten Limit und nicht in der Lage, weitere Wochen mit geschlossenen Türen zu überstehen.“ Deshalb hat die ECE für ihre Kampagne viele namhafte Händler, die auch in ihren Centern vertreten sind, zusammengeführt, um gemeinsam auf die Folgen des andauernden Lockdown aufmerksam zu machen. Aber auch jeder einzelne Bürger könne das Anliegen unterstützen, eine Wiedereröffnung der Geschäfte bis zum 8. März zu fordern – „um die Überbrückungshilflosigkeit zu beenden“.

Denn viele Geschäfte seien in ihrer Existenz gefährdet, heißt es auf der Internetseite www.rettet-unsere-laeden.de. Und weiter: „Jetzt ist entschlossenes und kluges Handeln gefragt, für eine zeitnahe Wiedereröffnung, effektive Hilfen und eine dauerhafte Förderung der Innenstädte.“

Bis dahin dient ein schwarzes T-Shirt als präsente Mahnung, Arbeitsplätze und Innenstädte zu retten. Auf den Plakaten im Center-Eingang steht zudem die Forderung nach einer „Öffnungsstrategie statt Endlos-Lockdown.“ Und das Signal der Händler und Gastronomen im Center ist deutlich: „Wir stehen für einen gemeinsamen Weg aus der Pandemie. Für unsere Kunden und Mitarbeiter tragen wir Verantwortung. Sicheres Einkaufen ist durch zertifizierte Hygienekonzepte möglich.“

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