Brautpaare sind auf sich selbst gestellt

Wegen Corona: Hochzeitsmesse im Auto-Pavillon abgesagt

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Die nächste Hocheitsmesse wird ausfallen.

Lüdenscheid - Es wäre die 12. Hochzeitsmesse gewesen, die am 24. Januar 2021 wieder heiratswillige Paare in den Auto-Pavillon Piepenstock gelockt hätte. Doch Veranstalter Kay-Jörg Kawi hat die Messe jetzt bereits abgesagt.

Kawi: "Die Auflagen sind einfach zu hoch, und es ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Wir hätten eine Begrenzung der Besucherzahlen gehabt. Alleine das würde sich schon nicht rechnen.“ Auch die Einhaltung der weiteren Corona-Regeln sei nicht ohne Weiteres umsetzbar. Kawi: „Es gibt dort nur einen Eingang und sonst nur Notausgänge. Die können wir bei den Temperaturen nicht offenhalten.“

Dazu kommt das Risiko eines kurzfristigen Verbots: „Wir selbst gehen mit einem fünfstelligen Betrag für die Messe in Vorkasse. Wenn jetzt zwei Tage vorher der Laschet sagt, dass Messen verboten werden, gibt mir keiner dieses Geld wieder. Wir kämpfen gerade alle ums Überleben.“

Nicht nur der wirtschaftliche Aspekt des Veranstalters stehe einer Durchführung der Messe entgegen, auch die Aussteller haben mit der Krise zu kämpfen. „Wir haben Kleinunternehmen dabei – Friseure, Druckereien, Nageldesigner, Hochzeitsmoden, DJs. Viele können sich eine Teilnahme gar nicht mehr leisten. Die haben keine Einnahmen. Wovon denn auch?“, gibt der Veranstalter zu bedenken.

Aussteller, die im vergangenen Jahr noch bei der Hochzeitsmesse mitgemacht haben, würden in diesem Jahr vor dem Konkurs stehen. „Jetzt noch jemanden zu finden, der bei so einer Veranstaltung mitmachen will, ist nicht einfach“, weiß der Lüdenscheider. Kay-Jörg Kawi nimmt auch als Aussteller an verschiedenen Hochzeitsmessen teil. „Jeder Besucher und jeder Aussteller muss eine Maske tragen. Da ist auch kein Flair mehr“, berichtet er aus Erfahrung.

„Die 12. Messe lassen wir ausfallen“, erklärt Kay-Jörg Kawi. „Dafür machen wir am 23. Januar 2022 mit der 13. Hochzeitsmesse weiter.“

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