„Meditation für das Grundgesetz“

Corona-Protest im MK: Schweigen gegen überzogene Corona-Regeln

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Das Grundgesetz im Blick: Sieben Personen beteiligten sich am stillen Bürger-Protest im Rosengarten.

Lüdenscheid - Berlin, Stuttgart, Dortmund und nun Lüdenscheid: Auch in der Bergstadt ging am Samstagnachmittag ein Bürger-Protest gegen die Freiheitseinschränkungen während der Corona-Krise über die Bühne.

Sieben Menschen hatten sich in diesem Zuge auf den Treppenstufen im Rosengarten zu einer „stillen Meditation für das Grundgesetz“ niedergelassen. Alle im Abstand von zwei Metern zueinander. Behördlich erlaubt gewesen wären bis zu 20 Teilnehmer.

Die Losung des Auftritts verriet es bereits: Es war ein weitgehend wortloser Auftritt auf dem städtischen Platz. In sich versunken saßen die Männer und Frauen auf dem Boden, umrahmt von Grundgesetz-Exemplaren. Die politische Heimat der Protestler war dabei nicht zu verorten, es gab keine Banner, Fahnen oder Reden. Die Aktion lief ohne Unruhe oder besondere Vorkommnisse ab. Das Ordnungsamt kontrollierte das Geschehen.

Anmelder der „stillen Meditation“ war Stefan Radtke aus Herscheid. Im LN-Gespräch sagte er, dass man sich mit dem Treffen im Rosengarten an den bundesweiten Protesten gegen die Corona-Maßnahmen orientiere, etwa an der Initiative „Nicht ohne uns“.

Zum Hintergrund: Der Widerstand gegen die aktuellen Freiheitsbeschneidungen hat sich in den vergangenen Wochen verstärkt – im Internet und bei Demonstrationen in Großstädten, zu denen inzwischen mitunter Tausende Menschen kommen. Das Grundanliegen der Demonstranten: Sie halten die Corona-Regeln für überzogen und unverhältnismäßig.

Radtke stellte dabei weitere Proteste auch für Lüdenscheid in Aussicht – trotz der derzeitigen Lockerungsphase. Denn, so seine Worte: „Die Grundrechtseinschränkungen waren und sind ja Fakt.“

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