Betreiber der Anlagen sind verantwortlich

Corona: Ordnungsamt kontrolliert Reitställe

Der Fuß eines Reiters im Steigbügel auf dem Rücken eines Pferdes
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Reiten ist nur im Sinne des Tierschutzes erlaubt. Das Ordnungsamt kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften.

Zur Gesunderhaltung der Pferde ist das Reiten erlaubt. Allerdings gibt es einige Vorschriften, die beachtet werden müssen und vom Ordnungsamt kontrolliert werden.

In Nordrhein-Westfalen ist die Nutzung von Reithallen im November auf Grundlage der Coronaschutzverordnung möglich. Dort heißt es: „…ist das Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen auch in geschlossenen Räumen zulässig.“ (§ 9 Absatz 5 CoronaSchVO)

Diese Sonderreglung im Bereich des Individualsports begründet sich laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Lüdenscheid allein aus dem Tierschutz. Sie sei nicht dazu gedacht, die Ausübung des Sports zu ermöglichen. Unter das Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen fallen die freie und die kontrollierte Bewegung durch das Führen, das Freilaufen, das Longieren und das Bewegen unter dem Sattel oder vor der Kutsche. Ziel ist laut Landesregierung die Gesunderhaltung des Pferdes.

An Reitställen müssen zudem Hygienevorschriften eingehalten und eine Anwesenheitsliste geführt werden. Der Aufenthalt am Stall dient nur der Versorgung der Pferde. Die Zahl der gleichzeitig anwesenden Personen sollte möglichst begrenzt werden, um Kontakte zu vermeiden. Der Betreiber der Anlage ist verantwortlich für die Einhaltung dieser Regelungen.

Reitunterricht ist nicht erlaubt

Nicht erlaubt ist Reitunterricht auf Privatpferden, da hier der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Bei Schulpferden hingegen ist die Anwesenheit eines Reitlehrers oder einer Reitlehrerin zur fachlichen Aufsicht des Bewegens der Tiere erforderlich, um die tierschutzkonforme Durchführung sicherzustellen und um Unfälle zu vermeiden.

Die mit der fachlichen Aufsicht beauftragte Person muss außerdem für ausreichend Abstand zu den Reitschülern sorgen. Das NRW-Gesundheitsministerium (MAGS) hat aber deutlich gemacht, dass die notwendige fachliche Aufsicht nicht mit dem normalen Reitschulalltag verwechselt werden dürfe.

Für Pferdesportanlagen hat das Ministerium eine Relationsgröße von 200 Quadratmetern je Pferd bestätigt (vier Pferde auf einer Fläche von 20 mal 40 Metern). Das gilt sowohl in Reithallen als auch auf Außenplätzen.

Das Ordnungsamt der Stadt Lüdenscheid weist darauf hin, dass es in den kommenden Tagen stichprobenartig die Reitställe in Lüdenscheid auf die Einhaltung dieser Regelungen hin überprüfen wird.

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