Anteil steigt stark

Corona-Fälle im Klinikum: Mutation bei 29 von 42 infizierten Patienten

Klinikum Hellersen Lüdenscheid
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Das Klinikum Lüdenscheid.

Die befürchtete und erwartete Entwicklung ist eingetreten. Der Anteil der britischen Mutante B.1.1.7 an den Corona-Fällen ist im MK deutlich angestiegen. Im Klinikum Lüdenscheid werden die schwereren Verläufe der Covid-19-Erkrankung behandelt - hier lag der Anteil der Mutationen am Mittwoch sogar noch höher als im gesamten Kreis.

47,9 Prozent der Corona-Fälle gehen auf die britische Mutations-Variante des Coronavirus B.1.1.7 zurück - diese Zahl meldete der Märkische Kreis am Dienstag. Einen Tag später veröffentlichten die Märkischen Kliniken die Zahlen der behandelten Covid-19-Patienten sowie der infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt 17 Beschäftigte wurden demnach positiv getestet, zudem werden 42 Covid-19-Patienten im Klinikum Lüdenscheid versorgt (33 auf der Isolierstation und 9 auf der Intensivstation). Tendenz: leicht steigend.

Im aktuellen Pandemie-Update nennt der Krisenstab der Märkischen Kliniken auch die Zahl der Positivfälle, bei denen mittels PCR-Typisierung die britische Mutante nachgewiesen wurde. Von den 42 behandelten Patienten trugen demnach 29 bereits die Mutation des Coronavirus in sich (69 Prozent), bei den Beschäftigten waren es elf von 17 (65 Prozent). In Summe sind das am Mittwoch 40 von 59 bekannten Corona-Fällen im Klinikum (68 Prozent). Noch am Montag (1.3.) lag der Anteil der Mutante im Klinikum Lüdenscheid nach Angaben des Krisenstabs bei 52 Prozent (28 von 53). Zuletzt war Krankenhäuser in Iserlohn (St. Elisabeth) und Plettenberg (Radprax) die Mutation aufgetreten.

Mutation auf dem Vormarsch: Britische Mutante B.1.1.7 breitet sich aus

Die starke und sehr rasche Ausbreitung der britischen Mutation bestätigt auch der Lüdenscheider Labor-Leiter Dr. Hans Günter Wahl, der Kunden aus ganz Westfalen und aus Hessen betreut. Bei den jüngsten Laborbefunden in dieser Woche sei in „80 bis 90 Prozent“ der positiven Tests die britische Mutation nachgewiesen worden. „Wir sehen praktisch nichts anderes mehr, den Wildtyp des Virus sehen wir kaum noch“, sagt Wahl. Anfang Februar lag der Anteil der britischen Mutation noch bei rund 5 Prozent. Im vergangenen Jahr war in Proben nahezu ausschließlich der Wildytp gefunden worden. Wahl hatte im Interview mit unserer Zeitung betont, dass Mutationen bei Viren etwas ganz Normales sind, und für mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Virus geworben.

Märkischer Kreis lässt alle Positivtests auf Mutationen hin überprüfen

Bei der Typisierung von Positivfällen werden die Proben auf die britische, die südafrikanische und die brasilianische Variante hin untersucht. Dominant ist dabei derzeit die britische Mutante B.1.1.7, die anderen Mutationen spielen praktisch keine Rolle. Im Märkischen Kreis werden seit dem 12. Februar alle positiven Tests typisiert, um die Mutanten zu finden. Die ersten Mutationen im MK waren in Hemer, Iserlohn und Menden bestätigt worden.

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