Nach Nachweis der britischen Mutante

Alle Proben werden typisiert: MK macht sich auf die Suche nach Mutationen

Inzidenzwert lokal im MK
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Inzidenzwert lokal im MK (Stand 12. Februar).

Märkischer Kreis – Der Krisenstab des Märkischen Kreises hat am Freitag beschlossen, dass ab sofort alle positiven Corona-Tests von Personen aus dem Kreis auf Mutationen überprüft werden. Bislang waren die Labore angewiesen, lediglich fünf Prozent der Positivproben zu untersuchen. Jetzt sind es 100 Prozent.


Vor Wochenfrist war bei Infizierten aus Iserlohn, Hemer und Menden die britische Variante des Coronavirus B 1.1.7 im Märkischen Kreis nachgewiesen geworden. Seitdem ist dem Gesundheitsamt nach Angaben von Kreissprecher Hendrik Klein keine weitere Mutation gemeldet worden. Dennoch will man es im Kreishaus nun genau wissen. „Es werden ab sofort alle Proben aus dem Kreis auf mögliche Mutationen typisiert. Wir erwarten, dass wir durch die Typisierungen mehr Mutationen finden werden“, erklärte Kreissprecher Klein.

Unterdessen gibt es im Märkischen Kreis erste Hinweise darauf, dass die Coronaschutzimpfungen in den Altenheimen wirken. Bereits am 27. Dezember war mit den Erstimpfungen in den stationären Pflegeeinrichtungen begonnen worden, inzwischen sind auch die Zweitimpfungen weitgehend abgeschlossen. Viele Heimbewohner verfügen bereits über den vollen Impfschutz, der sich sieben Tage nach der zweiten Impfdosis einstellt.

„Wir haben erste Signale, dass sich die Impfungen in den Altenheimen positiv bemerkbar machen“, erklärt Klein. Die Zahl der infizierten Bewohner in Pflegeheimen im Märkischen Kreis reduzierte sich innerhalb der vergangenen zwei Wochen von 70 auf 30 am Freitag.

Bewohner von Pflegeheimen sind bei einer Corona-Infektion für schwere oder tödliche Verläufe der Erkrankung besonders gefährdet. Der augenscheinliche Erfolg der Impfungen in den Alteneinrichtungen nähre nun die Hoffnung, dass mit den Impfungen der Über-80-Jährigen eine weitere besonders vulnerable Gruppe geschützt werden kann, hieß es aus dem Kreishaus.

Über-80-Jährige, die zuhause leben, werden seit Wochenbeginn im Impfzentrum Lüdenscheid geimpft. Bis Montag werden dort 1.648 Märker geimpft worden sein. Bis Mai sind 30 000 Termine vergeben.

Unterdessen gehen die Inzidenzen - mit Ausnahme von Menden, Herscheid und Halver - fast überall zurück. Die Ziel-Inzidenz von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche ist in drei Kommunen des Kreises sogar schon erreicht (Stand: 12. Februar): In Plettenberg (23,27), Schalksmühle (28,5) und Altena (34,53).

Auch die Lage in den drei Hotspots aus der vergangenen Woche Kierspe (86,85), Werdohl (116,65) und Meinerzhagen (62,89) hat sich normalisiert. Die weiteren Kommunen aus dem Märkischen Kreis: Herscheid (110,85), Halver (105,48), Menden (99,09), Nachrodt-Wiblingwerde (90,31), Lüdenscheid (80,43), Neuenrade (66,53), Iserlohn (64,15) und Hemer (53,68) und Balve (51,72).

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