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Corona-Medikament: Kennt die Natur die Lösung?

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Von: Susanne Kornau

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Apothekeninhaber Wolfgang U. Scholz vor einem Buntglasfenster, das mittig den Erzengel Raphael zeigt. Der gilt in der christlichen Tradition als Schutzpatron der Kranken und Apotheker.
Der Lüdenscheider Apothekeninhaber Wolfgang U. Scholz hat die Initiative bei der Corona-Medikamentenforschung ergriffen - mit Erfolg. Hier steht er vor einem Buntglasfenster, das mittig den Erzengel Raphael zeigt. Der gilt in der christlichen Tradition als Schutzpatron der Kranken und Apotheker. © Cedric Nougrigat

Der Lüdenscheider Apothekeninhaber Wolfgang U. Scholz ist von Natur aus Optimist. Das lässt ihn selbst in schwierigen Situationen an gute Lösungen glauben. Sogar bei der Corona-Bekämpfung. Seine Überzeugung: Auch hier könnte die Natur eine entscheidende Antwort liefern.

Lüdenscheid – Seit Ende 2020 sucht der Apotheker und Unternehmer (Scholz Datenbank) systematisch nach einem Medikament. Zu dem Zweck schloss seine Hirsch-Apotheke mit der Westfälischen-Wilhelms-Universität (WWU) Münster einen Kooperationsvertrag. Das Ziel: Ein Arzneimittel zu finden, das eine Corona-Infektion verhindert, gegebenenfalls Folgen der Erkrankung mildert. Prophylaxe und Therapie.

Das rund einjährige Forschungsprogramm, das im November 2021 endete, habe vielversprechende Ergebnisse gebracht, erzählt Wolfgang U. Scholz: Ein pflanzlich basiertes Arzneimittel zeige die erhoffte Wirkung. Die Beteiligten nennen es vorerst ASM-1 – Anti-Sars-Medikation Nummer 1. Das Besondere daran: Es ist nicht unbekannt. Bislang habe man es für die Behandlung anderer Erkrankungen eingesetzt, sodass umfangreiche Erfahrungen und Wissen über gute Verträglichkeit vorlägen. Als „Nebenwirkung“ habe sich im Laufe der breit angelegten Forschung der Anti-Corona-Effekt herausgestellt. Eine Entdeckung mit Folgen, denn die Hinweise auf die zusätzliche Wirksamkeit gegen Corona genügten, um das Medikament patentfähig zu machen. Im Mai 2021 reichte man daher den Antrag auf Erteilung eines Patents für ASM-1 beim Europäischen Patentamt ein. In sechs bis neun Monaten sollte eine Entscheidung vorliegen. LN-Redakteurin Susanne Kornau sprach im März mit Apotheker Wolfgang U. Scholz über asymetrische Entscheidungsfreude, Treibholz und Erfolg.

Prophylaxe und Therapie

Alle Welt redet nur von Impfstoffen gegen Corona. Wie sieht es mit Medikamenten aus? Angeblich gibt es in Deutschland bislang 37 Präparate, die in der Entwicklung sind, aber noch keines ist zugelassen.
Aktuell richtet sich die Aufmerksamkeit auf folgende Medikamente:
Paxlovid: eine Kombination aus den Proteasehemmern Nirmatrelvir und Ritonavir; senkt die Rate der längeren Krankenhausaufenthalte und Todesfälle um etwa 85 Prozent, hauptsächlich bei der Delta-Variante getestet.
Lagevrio (Molnupiravir): ein Antimetabolit; senkt schwere Verläufe um etwa 30 Prozent;
Paxlovid und Lagevrio müssen im Frühstadium der Erkrankung angewendet werden.
Man vermutet, dass diese Medikamente wahrscheinlich auch bei der Omikron-Variante wirksam sind; das muss aber noch in der Klinik gezeigt und bestätigt werden.
Weiterhin gibt es eine Reihe von Antikörper-Präparaten, die aber mehr dem Einsatz in der Klinik vorbehalten sind, und auch Remdesivir, ein Medikament, das aus früheren Virus-Forschungen bekannt ist. Der ehemalige Minister Spahn hat für circa 400 Millionen Euro solche Medikamente eingekauft; aufgrund der Problematik, dass diese Arzneimittel einerseits im Frühstadium der Krankheit eingesetzt werden sollen, andererseits bei der Anwendung das Know-how einer Klinik erforderlich machen, ergibt sich ein nicht unerhebliches Problem, wie diese Arzneimittel praktisch nutzbar gemacht werden können.
Paxlovid hat eine bedingte Zulassung in der EU; Minister Lauterbach hat schon eine Million Dosen geordert. Ob das sinnvoll ist, muss sich erweisen, da Delta mittlerweile keine große Rolle mehr spielt.
Man hätte den Arzneimitteln mindestens so viel Aufmerksamkeit schenken sollen wie den Impfstoffen, dann wäre man heute in der Pandemiebekämpfung wohl weiter!

Wird die Rolle von Apothekern und Pharmazeuten, wird ihre Erfahrung, ihr Fachwissen bei der Corona-Bekämpfung geschätzt und genutzt?
Nein, nur sehr begrenzt. Schauen Sie auf den neuen Corona-Expertenrat der Bundesregierung; da sind 19 Experten versammelt, darunter Philosophen, Informatiker und Kommunikationsforscher, aber weder ein niedergelassener Arzt noch ein Offizin-Apotheker sind dabei, obwohl diese im Gegensatz zu den „Experten“ jeden Tag mit einem Millionenpublikum in Kontakt sind und über teilweise generationenübergreifende Erfahrungen verfügen. Außerdem: Die Rolle der Medikamente wird von den „Experten“ im Vergleich zu den Impfstoffen als wesentlich weniger wichtig eingestuft; das ist nur bedingt richtig.
Eine fundierte Kontrolle der Krankheit braucht Impfstoffe und Medikamente, das sind die zwei Säulen von Prophylaxe und Therapie. Pharmazeutische Epidemiologen gibt es übrigens auch, zum Beispiel Prof. Thorsten Lehr in Saarbrücken.
Besonders bemerkenswert: Die meisten Medikamente zur ambulanten Prophylaxe und zur symptomatischen Behandlung der Corona-Erkrankung gehören zur rezeptfreien Selbstmedikation und zu freiverkäuflichen Medizinprodukten: Desinfektionsmittel für Rachen und Nase, Hustenmittel, Mittel zur Behandlung entzündeter Schleimhäute, insbesondere bei Halsschmerzen, Mittel zur Verbesserung der Mikro-Blutzirkulation in der Lunge, Zink und auch bestimmte Vitamine. Insofern steht der Apotheker hier sicher als Ratgeber an erster Stelle.
Im Rahmen der konsequenten pharmazeutischen Betreuung konnten wir bei einigen Fällen beobachten, dass die Schwere der Symptomatik beherrschbar war und schwere Verläufe mit Krankenhauseinweisung und Tod durchaus bei frühzeitigem Eingreifen vermeidbar sind.

Vom traditionellen Pillendrehen, vom Anmischen von Salben und Tinkturen auf Rezept bis zur Medikamentenforschung auf Pandemie-Ebene ist es ein großer Schritt. Wieso steht dabei ausgerechnet eine Lüdenscheider Apotheke an vorderster Front?
Die Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln steht im Katalog der Pharmazeutischen Tätigkeiten in der Apothekenbetriebsordnung an erster Stelle.
Die Arzneimittelentwicklung ist in meinen pharmazeutischen Genen tief verankert, wie überhaupt in der Tradition meiner drei Apothekervorfahren bis hin zum Gründer der Hirsch-Apotheke von 1898, Apotheker Heinrich Stübe senior.
Eine Produktaufstellung aus dem Jahr 1969 zeigt, dass mein Vater damals 13 verschiedene Arzneimittel als Fertigarzneimittel herstellte, die auch beim Bundesgesundheitsamt registriert waren; da habe ich in den 1970er-Jahren schon mitgewirkt.
Danach habe ich mit Kollegen in den 1980er-Jahren Generika entwickelt; die Tabletten wurden alle im Apothekenlabor an der Knapper Straße 25 entwickelt und hergestellt. Nach Anmeldung beim Bundesgesundheitsamt wurden die Zulassungen damals an namhafte Generikahersteller wie zum Beispiel die Stada verkauft.
Als die Corona-Pandemie sich abzeichnete, und praktisch keine spezifischen Impfstoffe oder Medikamente verfügbar waren, stand für mich als Apotheker fest: Ich muss die Entwicklung eines Arzneimittels sofort starten und vorantreiben. Daraus entwickelte sich die Zusammenarbeit mit der WWU.

An welchem Punkt sind Forschung und Entwicklung gerade?
Die experimentelle Entwicklung im virologischen Labor ist weitgehend abgeschlossen. Wir haben die antivirale Wirkung eines pflanzlichen Arzneimittels und seine verantwortlichen Inhaltsstoffe entdeckt und beschrieben. Das Arzneimittel ist sehr stark wirksam, beim Hauptwirkstoff sind es Konzentrationen von etwa 1 ng/mL! Das Arzneimittel verfügt wahrscheinlich über ein übergreifendes Wirkprinzip, im Gegensatz zu stark rezeptorspezifischen Impfstoffen, da es bei allen bekannten Varian-ten (Wildtyp, alpha, beta, delta) gute Wirkung gezeigt hat und nach ersten Hinweisen auch bei Omikron wirksam sein sollte. Das Arzneimittel ist seit vielen Jahren bekannt und bewährt bei anderen Indikationen; die in-vivo erreichbaren Konzentrationen sind wahrscheinlich in einem Bereich, der den wirksamen experimentellen entspricht. Beste Voraussetzungen sind damit gegeben, die klinische Forschung am Menschen zu starten.

Kann das etablierte Medikament 1:1 übernommen werden? Oder machen Sie aus dem Wirkstoff etwas Neues?
Ja und nein; wenn wie oben beschrieben, die jetzt bekannten Arzneiformen und Wirkkonzentrationen ausreichend wirksam sind, dann ja.
Es kann aber sein, dass es notwendig wird, spezielle Formen, zum Beispiel Rachen- oder Nasensprays zu entwickeln, um eine besonders gute Wirksamkeit bei Prophylaxe oder Therapie zu erreichen.

Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Herstellung eines Medikaments?
Die Herstellung ist ein komplexer Prozess; sie beinhaltet, dass das Arzneimittel entsprechend aktuellen Qualitätsstandards hergestellt wird; das bedeutet vor allem, dass Gehalt und Reinheit in Ordnung sind und eine mikrobielle Kontamination ausgeschlossen wird. Fertigarzneimittel müssen bezüglich dieser Parameter schließlich auf Stress- und Langzeitstabilität geprüft werden, also mindestens über einen Zeitraum von 18 Monaten. Außerdem muss überprüft werden, ob das Medikament in der vorliegenden Form bei der Anwendung in ausreichendem Maße und Zeitdauer an den gewünschten Wirkort, zum Beispiel auf die Rachenschleimhäute oder ins Blut, gelangt.

„Wird mit zweierlei Maß gemessen“

Sie schreiben regelmäßig Politiker an und freuen sich, dass mit Prof. Dr. Karl Lauterbach „endlich ein Arzt Gesundheitsminister ist“. Zuletzt forderten Sie, dass „auch mittelständischen Unternehmen der Zugang zu Fördermitteln mit vertretbarem Aufwand jederzeit möglich wird“. Gibt es Reaktionen auf Ihre Schreiben?
Eine prompte Antwort bekommt man eher vom Präsidenten der Republik Frankreichs, Monsieur Macron, als von irgendeinem Minister in Deutschland.
Die Antworten aus dem deutschen Politikapparat sind wenig produktiv, unspezifisch, wenig hilfreich und nicht motivierend. Die Bundesrepublik zeichnet sich dadurch aus, dass sie aus einem undurchsichtigen Tunnelsystem besteht und die maßgeblichen Entscheider alle einen Tunnelblick entwickelt haben. Sie zeigen eine große Resilienz, auf Ideen und Vorschläge aus anderen Quellen einzugehen, und vertrauen auf einen kleinen Kreis von selbst ernannten Experten, siehe auch den oben erwähnten Expertenrat.
Über den „Bürgerservice“ der Regierung hört man dann von Minister Lauterbach: „…wir bitten um Verständnis, dass eine individuelle Stellungnahme nicht möglich ist“. Auf die Anfrage auf Forschungsförderung im Bundesministerium für Bildung und Forschung wird mitgeteilt, dass die Forschungsergebnisse sozusagen zur Unzeit angefallen sind und nicht ins aktuelle Förderprogramm fallen. Man wünsche aber weiterhin viel Erfolg.
Gleichzeitig muss man mit ansehen, wie der Staat im Falle Curevac 600 Millionen Euro für die Entwicklung eines Impfstoffes ausgibt, der sich am Ende als ein völliger Fehlschlag herausgestellt hat. ASM-1 wäre mit einem vergleichsweise geringen Fördervolumen von weniger als 1 Prozent dieser Summe geholfen, um in die klinische Forschung lanciert zu werden. Offensichtlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen und die Großindustrie hat in Verbindung mit Lobbyunterstützung wesentlich bessere Chancen an Fördergelder heranzukommen.

Schwerfällig, kompliziert, langwierig – dieser Ruf eilt öffentlicher Förderung voraus. Ist Privatinitiative also der bessere Weg, zumal, wenn Zeit ein kritischer Faktor ist?
Die Unterstützung durch private Investoren ist sicher eine interessante Option, und wahrscheinlich die zielführendere angesichts der asymmetrischen Entscheidungsfreude bzw. der Trägheit von öffentlichen Entscheidungsträgern.

Diese Forschung hat Ihre Apotheke bislang selbst finanziert. Drohen notwendige klinische Studien zu scheitern, wenn private Investoren oder öffentliche Förderung fehlen?
Ja, wenn es weder private noch öffentliche zusätzliche Finanzierungen gibt, wird es keine klinischen Studien geben. Dass die bisherige Forschung aus einer öffentlichen Apotheke heraus finanziert werden konnte und zu einem so vielversprechenden Ergebnis geführt hat, ist durchaus ungewöhnlich angesichts der Tatsache, dass Pharmaforschung üblicherweise hohe Millionen- und Milliardenbeträge verschlingt und von Tausenden Testsubstanzen am Ende nur wenige bis zur Marktreife gelangen. Im Falle von ASM-1, für das vor allem auch schon eine gute Verträglichkeit aus der Anwendung beim Menschen heraus bekannt ist, sind die nun zu erwartenden Forschungsrisiken im Rahmen eines sogenannten „repurposing“ der Indikation relativ überschaubar; dennoch wird der Prozess der klinischen Forschung und der Zulassungsprozedur noch ein Millionenbudget erforderlich machen.

Was passiert bei klinischen Studien?
Klinische Studien haben zum Ziel, die richtige Arzneimittelform und die effektive Dosierung für die Anwendung beim Menschen, das heißt für die Prophylaxe oder Therapie der Erkrankung, zu finden, und in Vergleichsstudien mit Patienten, in der Regel erst einmal gegen Placebo, Wirksamkeit und Verträglichkeit zu erforschen. Klinische Studien finden in der Regel unter Leitung erfahrener Ärzte und Beratung durch medizinische Statistiker statt; sie müssen vorab durch Ethik-Kommissionen genehmigt werden, die prüfen, ob alle Voraussetzungen für eine klinische Erprobung eines Arzneimittels vorliegen. Es ist eine ganze Menge Arbeit an vielen Fronten.

Wenn es eine wissenschaftliche Publikation zu den Forschungsergebnissen gibt, wird der Wirkstoff bekannt. Besteht dann die Gefahr, dass Großunternehmen die Früchte der Arbeit ernten?
Die Gefahr besteht; daher ist – wie im Falle ASM-1 geschehen – vor einer Veröffentlichung eine Patentanmeldung erfolgt, die das Risiko einer unerlaubten Know-how-Nutzung mindert, wenn dieser stattgegeben wird.

Würde ein Patent auch die offizielle Wertschätzung erhöhen?
Auf jeden Fall; das ist wie ein Ritterschlag dafür, dass etwas Neues, Nützliches, medizinisch und kommerziell Verwertbares und Einzigartiges geschaffen worden ist.

Sie haben gesagt: „Ich verstehe nicht, warum die Politik diese einfachen Mittel wie Gurgeln und Nasensalben nicht akzeptiert. Stattdessen tragen wir alle Masken.“ Ist die Pandemie-Bekämpfung grundsätzlich zu kompliziert angelegt?
Covid-19 und die daraus resultierende Corona-Pandemie hat die Menschheit mit einer völlig neuen gefährlichen Krankheit konfrontiert. Da das Wissen über diese Krankheit und ihre Beherrschung sehr begrenzt war, konnte es ad hoc nur schwerlich eine Strategie geben, die den Anforderungen an die heute als Goldstandard betrachtete „evidenzbasierte Medizin“ gerecht werden konnte. Angesichts dieser Evidenzlastigkeit hat man manchmal das Gefühl, dass manchen Leuten der Mut fehlt, Entscheidungen aus der praktischen Erfahrung heraus zu treffen. Dies war aber sicher geboten mangels der großen Wissenslücken beim Umgang mit der neuen Corona-Krankheit. Wenn also ein erfahrener Krankenhaushygieniker wie Prof. Zastrow, ehemaliger Vorsitzender der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI und Geschäftsführer der Stiko, die Anwendung von Desinfektionsmitteln, die zur Schleimhautdesinfektion zugelassen sind, zum Gurgeln propagiert, um die Viruslast da, wo sie initial ihren Schaden verursacht, nämlich im Rachenraum zu mindern, dann ist es unverständlich, dass es Leute gibt, die sich einer solchen Maßnahme „mangels Evidenz“ entgegenstellen. Prof. Zastrow bezeichnet eine solche Politik, die die Menschen eben nicht auf diese Option der Desinfektion hinweist, auch klipp und klar als „dämlich“.
Die Situation stellt sich so dar, als wenn zwei Schiffbrüchige im Meer ums Überleben kämpfen, und als der eine ein vorbeischwimmendes Stück Treibholz ergreifen will, der andere ihm zuruft, er solle das lassen, schließlich gebe es keine gesicherte Evidenz, dass das Ergreifen eines Stück Treibholzes die Überlebenschance erhöhen könnte.
Die Maske ist durchaus auch als praktische Maßnahme zu sehen; der Verlauf der Pandemie hat aber gezeigt, dass sie entweder als Instrument alleine nicht ausreicht oder aber nicht ausreichend sachgerecht angewendet worden ist. Desinfektionsmittel für Rachen und Nase sind sicher sinnvolle ergänzende Maßnahmen, insbesondere auch, solange es keine spezifischeren Arzneimittel gibt, eine effektive Durchimpfung nicht gegeben ist und die Impfstoffe obendrein den Varianten der Pandemie hinterherhecheln.
Auch das Dogma, dass es in allen Bundesländern einheitlich zugehen soll, macht die Entscheidungsfindungen nicht einfacher und effektiver; es ist im Gegenteil kontraproduktiv, weil man sich der Chance begibt, verschiedene Pandemie-Bekämpfungsmodelle in den Ländern zu erproben und zu vergleichen, und aus den Erfahrungen heraus die Strategie im Laufe der Zeit gewinnbringend für alle Länder zu optimieren.

Wann gibt es die Pille gegen Corona zu kaufen?
Vorausgesetzt, dass alles glatt läuft, eventuell im Laufe des Jahres 2023; das ist zwar angesichts der akuten Anforderungen spät, aber nicht zu spät, denn die Corona-Krankheit wird uns voraussichtlich wie die Grippe auch in Zukunft in Wellen und mit Mutanten begleiten. Dann wäre es gut, ein breit wirksames Arzneimittel für Prophylaxe und Therapie von Covid-19 zu haben.

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