Trotz Corona: CDU fordert, dass STL-Recyclinghof wieder geöffnet wird

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Lüdenscheid  - Dass der Recyclinghof in Lüdenscheid aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist, sieht die Lüdenscheider CDU „mit großem Bedenken“. Sie fordert, dass der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL) den Recylinghof trotz Corona zumindest mit reduziertem Angebot öffnet. 

Das hat CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Fröhling in einem offenen Brief an die Verwaltung formuliert. Bereits in einer Sitzung des Ältestenrates am Donnerstag habe Fröhling die Schließung des STL-Recyclinghofes thematisiert.

Zwar teile die CDU die dort von Bürgermeister Dieter Dzewas geäußerte Auffassung, dass Hausmüllbeseitigung und das Leeren der Container an Wertstoffsammelstellen absolute Priorität habe. Dennoch fragen die Christdemokraten – da sie derzeit keinen entsprechenden Antrag für eine Sitzung stellen können – in Form des offenen Briefes an, ob nicht eine gegebenenfalls zeitlich reduzierte Wiederöffnung des Recyclinghofes möglich sei.

Aktuell pflegen Bürger aufgrund der – vielfach erzwungenen – Freizeit ihre Gärten oder misten ihre Wohnung aus, heißt es in dem Brief. Die samstägliche Öffnung der Deponie Kleinleifringhausen für Grünabfälle bringe zwar sicherlich eine gewisse Entspannung. „Es geht aber auch um Elektrokleingeräte, Altpapier oder Gelbe Säcke, die sich in den Kellern oder sonst wo sammeln. Wir denken hier zum Beispiel an eine mehrköpfige Familie, die in einer Etagenwohnung lebt, keine Garage hat und der nur ein kleiner Kellerraum zur Verfügung steht. In Mehrfamilienhäusern wird das Lagern der Gelben Säcke bis zur nächsten Abholung bereits zum Problem“, schreibt Fröhling und fügt hinzu: „Eine zunehmende Vermüllung von Wäldern und auch Wertstoffsammelstellen ist die Folge und bereits jetzt erkennbar.“ 

Alle Informationen rund um das Coronavirus im MK.

Die CDU bittet zu prüfen, ob der Recyclinghof nicht mit Hilfe folgender Vorschläge wieder geöffnet werden könnte:

  • Verstärkung des STL-Personals aus anderen, derzeit weniger frequentierten Verwaltungsbereichen auf freiwilliger Basis 
  • Verstärkung des STL-Personals durch Zeitarbeitsfirmen oder ggfs. private Entsorgungsbetriebe 
  • Zutrittsbeschränkung der Besucherzahl (ähnlich wie in Supermärkten) 
  • Kontrolle der Zufahrt durch externes Sicherheitspersonal 
  • Maximal zwei Personen pro Fahrzeug (keine Kinder) und Maskenpflicht für alle Besucher 
  • Um Warteschlangen von Fahrzeugen zu vermeiden, könnte ggfs. das Linksabbiegen auf den Hof verhindert werden und die gesamte Straße „Am Fuhrpark“ zum Wenden und Anstellen genutzt werden. 
  • „Verteilung“ der anliefernden Fahrzeuge auf verschiedene Wochentage – zum Beispiel nach Kennzeichen

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