Maskenpflicht in der Innenstadt

Corona-Hotspot Lüdenscheid: Inzidenz über 150 - Infektionsherd erkannt

Seit Mittwoch weisen in Lüdenscheid neue Schilder auch auf Englisch und Arabisch auf die Maskenpflicht in der Innenstadt hin.
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Seit Mittwoch weisen in Lüdenscheid neue Schilder auch auf Englisch und Arabisch auf die Maskenpflicht in der Innenstadt hin.

Nachdem immer mehr Neuinfektionen in der Stadt Lüdenscheid gemeldet wurden, bleibt Lüdenscheid Corona-Hotspot. Das Infektionsgeschehen ist diffus - zumindest ein Infektionsherd wurde erkannt.

Update Mittwoch, 28. Oktober, 18.23 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in der Stadt Lüdenscheid steigt unaufhörlich, nachdem am Dienstag nur sieben Fälle neu gemeldet wurden, wies die Statistik am Mittwoch für Lüdenscheid schon wieder 22 Neuinfektionen aus. Das Virus breitet sich demnach offenbar immer weiter und ungehindert in der Bergstadt aus.

Wie der Märkische Kreis am Mittwoch bekanntgab, sind derzeit 148 Lüdenscheider akut mit dem Virus infiziert und stehen unter Quarantäne, zudem 370 Kontaktpersonen. Die lokale Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 153,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Bezogen auf die Einwohnerzahl Lüdenscheids (72.313 zum 31. Dezember 2019 laut IT.NRW) entspricht das 111 Neuinfektionen in einer Woche. In der Stadt gilt seit vergangenen Freitag (23. Oktober) eine erweiterte Maskenpflicht in der Innenstadt. Am Mittwoch wurden neue Schilder aufgehängt, die auf das Verbot hinweisen.

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Mannschaft von Rot-Weiß Lüdenscheid (RWL) ist das Infektionsgeschehen nach Angaben von RWL-Vorsitzendem Michael Dregger unter Kontrolle. Rund 20 Infektionen sind diesem Infektionsherd zuzuordnen. Erste Ansteckungen datierten vom 11. Oktober. „Das zeigt: Wenn man aktiv und gemeinsam mit dem Gesundheitsamt daran arbeitet, kann man das Virus stoppen“, lobt Dregger, der sich aber auch Sorgen macht. Eine infizierte Person aus dem RWL-Umfeld liegt inzwischen auf der Isolierstation im Krankenhaus. Bei ihr wurde eine Lungenentzündung diagnostiziert.

Update Montag, 26. Oktober, 17.27 Uhr: Aufgrund der aktuellen Corona-Lage und steigenden Zahlen von Covid-19-Patienten haben die Märkischen Kliniken am Montag wieder in den Krisenmodus gewechselt. Das hat Folgen für das Klinikum Lüdenscheid.

Lüdenscheid hat die kritische Marke überschritten.

Update Montag, 26. Oktober, 15.46 Uhr: Die mit Abstand meisten akut infizierten Corona-Fälle gibt es kreisweit in Lüdenscheid. Über das Wochenende kamen 49 weitere Neuinfektionen hinzu. Insgesamt gelten derzeit 136 Lüdenscheider als infiziert (positiv auf Coronavirus Sars-CoV-2 getestet). Seit Beginn der Pandemie - den ersten bestätigten Fall gab es an einer Schule am 28. Februar in Lüdenscheid - wurden in der Kreisstadt 363 Corona-Fälle registriert.

In den vergangenen sieben Tagen kamen 99 Neuinfektionen in Lüdenscheid hinzu. Die lokale Sieben-Tage-Inzidenz steigt dadurch am Montag auf 132,7 (Freitag, 103,2) Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Kreisweit liegt die Inzidenz bei 91,9. Bislang schließt sich die Stadt Lüdenscheid den kreisweiten Vorgaben der Allgemeinverfügung des Märkischen Kreises an, darüber hinaus wurden in der Bergstadt eine erweiterte Maskenpflicht in weiten Teilen der Innenstadt eingeführt, die seit Freitag gilt. Sollten die Infektionszahlen unverändert ansteigen, kann die Stadt aber auch eigene Coronaschutz-Regeln erlassen. Bislang sei das aber noch nicht geplant, sagte eine Stadtsprecherin.

Corona-Hotspot: Inzidenz über 100 - Lüdenscheid rutscht in den dunkelroten Bereich

Update Freitag, 23. Oktober, 14.24 Uhr: Lüdenscheid bleibt innerhalb des Märkischen Kreises Corona-Hotspot. Fast 100 akut Infizierte (98) meldet das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises am Freitag für die Kreisstadt- das ist kreisweit fast jeder Dritte. 15 Neuinfektionen kamen am Donnerstag hinzu. Die lokale Inzidenz je 100.000 Einwohner in einer Woche stieg in Lüdenscheid auf 103,2. Das Robert-Koch-Institut weist Gebiete mit einer Inzidenz von mehr als 100 als dunkelrote Bereiche aus. Da die Bergstadt zum Märkischen Kreis gehört, wird beim RKI auch Lüdenscheid als roter Bereich geführt, der für den Märkischen Kreis ausgewiesen ist.

Bezogen auf die Einwohnerzahl entspricht eine lokale Inzidenz in Lüdenscheid von 103,2 77 Neuinfektionen in einer Woche. Einen eindeutigen Infektionsherd hat das Gesundheitsamt nicht ausgemacht. Die meisten Corona-Infektionen gehen auf Ansteckungswege innerhalb von Familien und Großfamilien zurück.

Auch in Lüdenscheid gelten seit dem heutigen Freitag die neuen Coronaschutz-Bestimmungen des Märkischen Kreises. Darüber hinaus wurde auch eine Maskenpflicht in weiten Teilen der Innen- und Altstadt erlassen. Weitere Sonderregelungen wurden in Lüdenscheid bislang nicht erlassen.

Corona-Hotspot Lüdenscheid: Inzidenz schon über 90 (!) - Infektionen in Familien

Update Donnerstag, 22. Oktober, 12.16 Uhr: In Lüdenscheid ist die Zahl der Neuinfektionen weiter gestiegen. Die Stadt bleibt auch am Donnerstag DER Corona-Hotspot im Kreis. Weil auch der Märkische Kreis den kritischen Inzidenz-Wert von 50 überschritten hat, werden die Corona-Regeln in Lüdenscheid wie in allen anderen MK-Kommunen verschärft. Eine Sonderregelung für Lüdenscheid soll es wohl zunächst nicht geben. Gleichwohl ist mit der Einführung einer Maskenpflicht in der Fußgängerzone zu rechnen.

Die Zahlen am Donnerstag für Lüdenscheid sind alarmierend. 18 Neuinfektionen kamen am Mittwoch hinzu, es ist der höchste bisher gemeldete Tages-Wert in der Bergstadt. In den vergangenen sieben Tagen waren es damit 70 Neuinfektionen. Der lokale Inzidenz-Wert steigt daraufhin auf rechnerisch 93,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche. Am Vortag lag er bei 80,4.

Coronavirus in Lüdenscheid: Neuinfektionen in mehreren Familien, die untereinander Kontakt hatten

Nach Angaben des Märkischen Kreises gibt es kein einzelnen Infektionsherd, der die hohen Zahlen in Lüdenscheid erklären könnte. Das Infektionsgeschehen wird beim Gesundheitsamt als diffus angesehen. Infiziert seien Mitglieder mehrerer Familien und Großfamilien, die auch untereinander Kontakt hatten. Auf ein besonderes Treffen oder eine Zusammenkunft sei das Infektionsgeschehen aber nicht zurückzuführen.

Inzidenz-Wert über 80 (!): Lüdenscheid bleibt Hotspot - Corona-Ausbruch bei RWL

Update Mittwoch, 21. Oktober, 18.18 Uhr: Lüdenscheid bleibt auch am Mittwoch der Corona-Hotspot im Märkischen Kreis. Der lokale Inzidenz-Wert stieg am Mittwoch auf 80,4, nachdem er am Vortag bei 75 gelegen hatte. Elf Neuinfektionen wurden durch das Kreisgesundheitsamt gemeldet. Dadurch stieg die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (13. bis 20. Oktober) auf 60. Insgesamt 77 Personen gelten als akut mit dem Coronavirus infiziert.

Die Zahl der Kontaktpersonen der Kategorie I stieg am Mittwoch ebenfalls stark an. Inzwischen stehen neben den 77 akut Infizierten auch 325 Kontaktpersonen unter Quarantäne. Derweil hat der Corona-Ausbruch bei Rot-Weiß Lüdenscheid weitere Folgen auch für den Spieler einer gegnerischen Mannschaft. Er wurde positiv getestet, nachdem er mit seinem Team TuS Stöcken-Dahlerbrück am 11. Oktober gegen die Zweitvertretung aus Lüdenscheid angetreten war. Insgesamt elf Infektionen sind inzwischen auf den Ausbruch bei RWL II zurückzuführen.

Lokale Inzidenz über 50: Lüdenscheid ist Corona-Hotspot und ist Gefährdungsstufe 2

Update Dienstag, 20. Oktober, 16.08 Uhr: Auf Anfrage äußerte sich Martina von Schaewen, Leiterin des Lüdenscheider Ordnungsamtes, zu den erhöhten Fallzahlen und der erhöhten Inzidenz und erklärt auch, warum die Stadt keinen eigenen Weg in der Eindämmung des Infektionsgeschehens in Lüdenscheid geht: „Wir richten uns aber nach den Vorgaben des Landes NRW und des Märkischen Kreises. Das Land hat darauf bestanden, dass der Inzidenzwert des Kreises der Wert ist, nach dem sich die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus‘ zu richten haben. Daran halten wir uns.“

„Wir wissen, dass der Wert für Lüdenscheid im Moment momentan höher liegt. Es ist allerdings so, dass wir aktuell im Stadtgebiet keinen Hotspot haben. Aus diesem Grund sehen wir derzeit auch davon ab, in Fußgängerzonen eine Maskenpflicht oder eine Sperrstunde für die Gastronomie einzuführen. Wir behalten die Situation und die aktuellen Entwicklungen ständig im Blick. Sollte Handlungsbedarf bestehen, werden wir natürlich tätig werden“, so Martina von Schaewen.

Lüdenscheid ist Corona-Hotspot im MK - Lokale Inzidenz steigt auf mehr als 70

Update Dienstag, 20. Oktober, 15.26 Uhr: Die lokale Sieben-Tage-Inzidenz für Lüdenscheid ist auch am Dienstag erneut gestiegen und liegt den zweiten Tag in Folge deutlich über dem kritischen Wert von 50. Sie liegt in Lüdenscheid jetzt bei 75 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche. Bezogen auf die Einwohnerzahl entspricht das 56 Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen (12. bis 19. Oktober). Akut infiziert waren am Dienstag 69 Lüdenscheider. Am Dienstag kamen sechs Neuinfektionen hinzu. Ein Infektionsherd in der Bergstadt könnte eine Kreisliga-Mannschaft aus Lüdenscheid sein. Dort haben sich inzwischen mehrere Amateur-Kicker infiziert.

Konkrete Auswirkungen hat die hohe Inzidenz in Lüdenscheid zunächst nicht. Hier gelten dieselben Regeln wie im gesamten Kreis, nachdem kreisweit der Inzidenzwert von 35 überschritten wurde. Auf dem Wochenmarkt am Mittwoch auf dem Rathausplatz wird die Maskenpflicht auch zwischen den Ständen wieder eingeführt, nachdem sie erst vor zwei Wochen aufgehoben wurde. Mit Hinweisschildern werden die Marktbesucher auf die Maskenpflicht hingewiesen.

Lokale Inzidenz über 50: Lüdenscheid ist Corona-Hotspot und ist Gefährdungsstufe 2

Erstmeldung Montag, 19. Oktober, 14.52 Uhr: Die Stadt Lüdenscheid ist inzwischen Corona-Hotspot und die Stadt mit den meisten akut Infizierten. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt hier über 50 und damit in der Gefährdungsstufe 2. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden in Lüdenscheid 52 Neuinfektionen gezählt. Bezogen auf die Bevölkerung entspricht das in Lüdenscheid einem Inzidenzwert von 70. Allerdings wird die Corona-Lage und -Inzidenz kreisweit betrachtet. Die lokale Inzidenz über 50 in Lüdenscheid hat daher zunächst keine Auswirkungen.

Die neuen, verschärften Coronaschutzbestimmungen, die nach dem kreisweiten Überschreiten des Schwellenwerts von Inzidenz 35 eingeführt wurden, gelten damit ab morgen (20. Oktober) auch in Lüdenscheid. Das bedeutet:

  • Veranstaltungen und Versammlungen sowie Kongresse mit mehr als 1.000 Personen sind unzulässig.
  • An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen.
  • Die Maskenpflicht gilt auch am Sitz- oder Stehplatz bei Konzerten, Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie für Zuschauer bei Sportveranstaltungen.
  • Die Maskenpflicht gilt auch in regelmäßig stark frequentierten Außenbereichen wie Fußgängerzonen, in denen der Mindestabstand kaum einzuhalten ist. Wo genau das vor Ort ist, legen die Kommunen ausdrücklich fest.
  • Die Kommunen können in Abstimmung mit dem Landeszentrum Gesundheit, dem Gesundheitsministerium und der Bezirksregierung weitere Schutzmaßnahmen wie eine Sperrstunde für gastronomische Einrichtungen anordnen. Verpflichtend ist die Einführung nicht. Auch das überlässt der Kreis den Kommunen.

Coronavirus: Lüdenscheid hat den zweiten Inzidenz-Schwellenwert überschritten

27 Neuinfektionen gab es am Wochenende allein in Lüdenscheid. Wo genau sich die meisten ansteckten, ist noch nicht bekannt. Die Stadt Lüdenscheid will noch am Montag eine eigene lokale Allgemeinverfügung erlassen. Erwartet wird unter anderem, dass die erst in der Vorwoche aufgehobene Maskenpflicht auf dem gesamten Wochenmarkt wieder eingeführt wird.

Die weiteren 27 neuen Fälle am Wochenende verteilen sich auf Altena (+1), Halver (+2), Iserlohn (+4), Kierspe (+6), Meinerzhagen (+1), Menden (+3), Nachrodt-Wiblingwerde (+1), Plettenberg (+5), Schalksmühle (+1) und Werdohl (+3). In Lüdenscheid gab es auch in den Herbstferien einen Corona-Fall an einer Schule. Die aktuelle Corona-Lage im MK fassen wir in unserem Newsticker zusammen.

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