Von der Patientenversorgung ausgeschlossen

Märkische Kliniken: 23 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert

Corona in Deutschland: Eine Schwester trägt auf einem Flur im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald für Covvid-19-Patienten die Belegung der Betten ein
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Corona in Deutschland: Zahl der Covid-19-Patienten nimmt zu - auch unter den Mitarbeitern der Märkischen Kliniken (Symbolfoto).

Die Märkischen Kliniken weisen in ihrem Pandemie-Update mehrfach in der Woche auch die Zahl der Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne aus. Unsere Zeitung wollte wissen, ob es sich dabei um positiv getestetes Personal handelt. Jetzt liegt die Antwort vor.

Demnach sind - Stand 25. November - von den 28 Mitarbeitern in häuslicher Quarantäne 23 mit dem Coronavirus infiziert - also positiv getestet worden. „Es sind Mitarbeiter, die ihre Infektion im privaten Umfeld erworben haben und zuhause wieder gesunden“, teilte Klinikum-Sprecherin Kim Bruse auf Anfrage mit. „Sie sind von der Patientenversorgung ausgeschlossen, weil sie selbst Patienten sind.“

Heißt: Krankenhaus-Personal, das positiv getestet wurde, wird nicht mehr in der Arbeit mit oder am Patienten eingesetzt. Die betroffenen Mitarbeiter müssen bis zum Ablauf ihrer Quarantänezeit zuhause bleiben. Etwas anderes ist das bei der zweiten Gruppe, die in der Rubrik „Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne“ geführt wird.

Dabei handelt es sich um „negativ getestete Mitarbeiter, die nach einer Risikobegegnung im privaten Umfeld auf Anweisung des Gesundheitsamtes vorsorglich in häuslicher Quarantäne sind“, sagt Bruse. Aktuell ordnen die Märkischen Kliniken fünf Mitarbeiter in diese Kategorie ein. Sie sind für die Erfüllung des Versorgungsauftrages der Kliniken relevant, wie Kim Bruse betont.

„Für die Wahrnehmung unseres Versorgungsauftrages ist die Gruppe der „negativ getesteten Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne“ wichtig, denn nur diese können unter bestimmten Bedingungen an der Versorgung teilnehmen. Die Voraussetzungen, dass diese Mitarbeiter in der Patientenversorgung eingesetzt werden, sind streng. Der Mitarbeiter muss negativ getestet worden sein, als „unabkömmlich“ eingestuft werden und durch mit einer FFP-2-Maske arbeiten.

Ob Mitarbeiter, die als Kontaktpersonen der Kategorie I eingestuft werden, in den Krankenhäusern eingesetzt werden dürfen, wird nach Angaben der Märkischen Kliniken im Einzelfall gemeinsam mit dem Gesundheitsamt entschieden. In jedem Fall dürfen diese Mitarbeiter ihre Wohnung ausschließlich für ihre medizinische oder pflegerische Arbeit in der Klinik verlassen. Sie dürfen auf dem Weg zur Arbeit keinerlei Besorgungen machen und noch nicht einmal den öffentlichen Personennahverkehr nutzen.

Derweil bleibt die Lage der Krankenhäuser im Märkischen Kreis angespannt, erste Kliniken haben keine Intensiv-Kapazitäten mehr und melden „ausgelastet“. Alle News rund um die Coronavirus im Märkischen Kreis finden Sie in unserem Newsticker.

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