Corona-Lockerungen in Lüdenscheid: Das ist ab Montag wieder erlaubt

+
Auf Badleiter Jörg Hempel und sein Team wartet bis zum Tag der Wiedereröffnung am kommenden Freitag noch eine Menge Arbeit.

Lüdenscheid - Nach Bekanntgabe der neuesten Lockerungen durch die NRW-Landesregierung reagieren die Verantwortlichen vor Ort mit aktuellen Maßnahmen.

Vor dem Neustart ist noch eine Menge zu erledigen. Doch mit Bekanntwerden der aktuellen Lockerungen in NRW steht fest: Das Familienbad Nattenberg öffnet seine Pforten am nächsten Freitag um 6.30 Uhr. 

Das bestätigt Stadtwerke-Bäderchef Friedrich Schmidt-Werthmann – vorbehaltlich der Zustimmung des Gesundheitsamtes. Im Eingangsbereich und in den Umkleideräumen herrscht Maskenpflicht. Auf dem etwa 25 000 Qudratmeter großen Gelände müssen die Badegäste einen Mindestabstand von 1,50 Metern zueinander beachten – auch in den Schwimmbecken. 

Nach Berechnungen Schmidt-Werthmanns und seines Badleiters Jörg Hempel werden sich annähernd 3000 Badegäste gleichzeitig in der Anlage aufhalten dürfen. Im vergangenen Jahr waren nur an zwei besonders heißen Tagen so viele Menschen im Familienbad anwesend. Während weder die Sauna noch das Solebecken zugänglich sein werden, darf der Kiosk geöffnet sein. 

Eine Erhebung der Kontaktdaten soll es nicht geben. Neben den behördlichen Corona-Auflagen stehen einem sofortigen Neustart ganz praktische Hindernisse im Weg. Wie Badleiter Hempel sagt, muss das Team – darunter zehn Schwimmmeister – aus der Kurzarbeit zurückgeholt werden, die komplette Anlage wird einmal durchgereinigt, das Wasser in den Schwimmbecken aufgeheizt – auf 24 Grad draußen und 28 Grad drinnen. „Das alles dauert ein paar Tage.“

Fans des Saunadorfs müssen noch Geduld haben. Eine Eröffnung der Wellness-Oase ist weiterhin nicht in Sicht. 

Laut Schmidt-Werthmann lassen die Abstandsregel, das Verbot von Dampfbädern und die Vorgabe von mindestens 80 Grad in den Saunen einen sinnvollen Betrieb wirtschaftlich nicht zu. „Der Deutsche Saunabund empfiehlt zudem, auf Aufgüsse und Wedeln zu verzichten.“

Die Stadt will die Lockerungsbeschlüsse ab Montag umsetzen, kündigt Frank Ruffer vom Rechts- und Ordnungsamt an. Zu der Anpassung gehören demnach Genehmigungen für Trödelmärkte, für die schon Anträge vorliegen – etwa für die Schützenhalle. 

Erlaubt sein wird auch der Betrieb von Bars. Damit dürfen Shisha-Bars öffnen, unter strengen Hygieneregeln. Die gelten auch für private Feste, zu den maximal 50 Personen erscheinen dürfen. Die müssen ihre Personalien auf die Gästeliste schreiben. Ruffer: „Das Entscheidende ist die mögliche Rückverfolgung von Infektionsketten.“ 

Die Zulassung von Veranstaltungen in Theatern oder Konzertsälen steht für die Landesregierung ebenfalls an. Doch das Kulturhaus steht ohnehin kurz vor der Sommerpause. Im August werden die Tickets für Abonnenten verschickt. Stadtsprecherin Marit Schulte: „Dann steht auch fest, wie dicht die Säle besetzt sein dürfen!“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare