Hoffnung auf Normalität

Corona-Impfung bei Seniorenzentrum im MK: Hohe Beteiligung und Bereitschaft

Die Mitarbeiter und Bewohner des Lüdenscheider Seniorenzentrums Hellersen sind am Mittwoch in ihrer Einrichtung gegen Corona geimpft worden. Der Hausarzt Dr. Hartmut Gehlhar führte dabei die Impfungen durch und wurde von seiner Angestellten Silke Kleindopp unterstützt.

Lüdenscheid – Die Mitarbeiter und Bewohner des Seniorenzentrums Hellersen sind am Mittwoch in ihrer Einrichtung gegen Corona geimpft worden. Der Lüdenscheider Hausarzt Dr. Hartmut Gehlhar führte dabei die Impfungen durch und wurde von seiner Angestellten Silke Kleindopp unterstützt. Der Mediziner spricht sich klar für die Impfung aus: „Zurzeit kann man in Anbetracht des Für und Wider nur dafür sein.“

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Einrichtungsleiterin Filiz Hamachers ist froh, dass Gehlhar die Impfungen durchführt. Sie kontaktierte den Mediziner, da auch viele Bewohner zu seinen Patienten zählen. „Wir arbeiten schon lange vertrauensvoll miteinander“, sagt Hamachers, die im Corona-Jahr 2020 die Leitung des Seniorenzentrums übernommen hatte und damit direkt eine richtige „Feuertaufe“ (Hamachers) bestehen musste.

Corona-Impfung bei Seniorenzentrum im MK: Beim Aufziehen der Spritze erfordert Präzision

Für den Hausarzt ist eine Impfung zwar Alltag, aber die Corona-Impfung war auch für den erfahrenen Mediziner eine Premiere, die beim Aufziehen der Spritzen viel Präzision, Ruhe und Akribie erfordert. Denn: Der emulsionsartige Inhalt der kleinen Ampulle muss zunächst mit Kochsalzlösung verdünnt und dann geschwenkt werden. Dann können aus jeder Ampulle sechs Impfdosen mit exakt 0,3 Milliliter Inhalt entnommen werden.

Der Impfvorgang als solcher geht schnell, die Senioren warteten bereits mit aufgekrempelten Ärmeln im Wohnbereich und hielten bereitwillig den Oberarm hin, um sich impfen zu lassen. Die Impfbereitschaft der Bewohner lag bei 95 Prozent, erklärte Matthias Germer, Geschäftsführer der Märkischen Seniorenzentren. Wie viele Mitarbeiter das Impfangebot wahrgenommen hatten, verriet Germer nicht. Er sprach in dem Zusammenhang von einem guten Ergebnis.

Corona-Impfung bei Seniorenzentrum im MK: Einrichtungsleiterin spricht sich für Impfung aus

Zu den impfbereiten Bewohnern zählt Erika Werner. Für die 94-Jährige war klar, dass sie sich impfen lässt, sobald sie die Chance dazu erhält. „Das ist doch ganz klar: Daran kann nichts Falsches sein“, sagt die Frohnatur. Ähnlich sieht es Irmgard Feder, die aber zumindest im Vorfeld noch unentschlossen war und auch das Gespräch mit ihren Mitbewohnern suchte. Letztendlich entschied sie sich für die Impfung – und bereut ihre Entscheidung auch im Nachgang nicht. „Ich bin froh darüber, dass ich jetzt geimpft bin“, sagt die 69-Jährige.

Einrichtungsleiterin Filiz Hamachers war froh über die große Impfbeteiligung der Bewohner.

Auch für die Einrichtungsleiterin Hamachers ist die Impfung alternativlos. „Ich bin seit 25 Jahren in dem Beruf tätig und habe mich immer wohl gefühlt, wenn wir die Bewohner gut versorgen können. Es gibt eine Erkrankung, die zum Tode führt und unter der alle leiden. Für mich ist es deshalb klar, dass ich mich als privilegierte Pflegerin impfen lasse. Ich erhoffe mir dadurch, dass sich alles normalisiert.“

Die Impfung am Mittwoch war für Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums der erste Schritt auf dem Weg zur Immunität gegen das Sars-Co2-Virus. In drei Wochen wird Dr. Gehlhar erneut die Spritzen aufziehen. Dann müssen alle noch einmal geimpft werden, um den vollen Schutz vor einer Coronainfektion zu erlangen

Impfaktion im Seniorenzentrum Hellersen

Impfaktion im Seniorenzentrum Hellersen
Impfaktion im Seniorenzentrum Hellersen
Impfaktion im Seniorenzentrum Hellersen
Impfaktion im Seniorenzentrum Hellersen
Impfaktion im Seniorenzentrum Hellersen

Rubriklistenbild: © Cedric Nougrigat

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