Leiter des Impfzentrums nimmt Hausärzte in die Pflicht

2.000 Fälle im MK: Geimpfte nehmen Ungeimpften Impfdosen weg - für Zweittermin

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Immer mehr Impfungen finden beim Hausarzt statt. (Symbolbild)

Immer mehr Menschen im Märkischen Kreis sind geimpft. Auch die Anzahl an Zweitimpfungen steigt signifikant. Zuletzt gab es aber Probleme mit Personen, die ihre Zweitimpfung beim Hausarzt bekommen haben. Denn diese Dosen waren eigentlich für Erstimpfungen gedacht.

Märkischer Kreis – Bis zu 2.000 Personen gingen daher leer aus oder mussten länger warten. Der Leiter des Impfzentrums appelliert daher an Ärzte und Patienten, sich an die Vorgaben zu halten.

Wie der Märkische Kreis am Montag mitteilte, wurden bis zum 16. Mai insgesamt 200.811 Impfungen im MK durchgeführt. Jede zehnte Person im Kreis hat nach Angaben aus dem Kreishaus bereits auch die Zweitimpfung erhalten. 157.000 Erstimpfungen wurden bisher verimpft. Das entspricht 38 Prozent aller Märker.

Der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Gregor Schmitz, weist auf einen bremsenden Umstand der Impfkampagne hin: „Es gibt leider weiterhin Fälle, in denen bei niedergelassenen Ärzten für Erstimpfung zugeteilte Impfdosen für Zweittermine verwendet werden. In der Folge werden gebuchte Termine im Impfzentrum nicht wahrgenommen. Dieser Impfstoff fehlt dann für Erstimpftermine“.

Denn die Zuweisung der Impfstoffe erfolge bezogen auf die Ersttermine. Das sei im vergangenen Monat in mehr als 2.000 Fällen vorgekommen. Mit anderen Worten: Ungeimpfte müssen länger auf ihre Erstimpfung beim Hausarzt warten, weil sich bereits Geimpfte für ihre Zweitimpfung fälschlicherweise an den Hausarzt wenden.

„Ganz viele Menschen verhalten sich vorbildlich. Wir appellieren weiterhin eindringlich, den Zweittermin dort wahrzunehmen, wo die erste Impfdosis verabreicht wurde. Auch niedergelassene Ärzte sollten dies bei Anfragen unbedingt beachten“, ergänzt Schmitz. Das heißt: Wer seinen Ersttermin im Impfzentrum hatte, muss auch für den Zweittermin ins Impfzentrum.

Insgesamt wurden bisher rund 50.000 Impfungen in Arztpraxen im Märkischen Kreis durchgeführt. Rund 120.000 Dosen wurden im Impfzentrum des Kreises verimpft.

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