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Flanieren, shoppen, trinken: Lüdenscheider genießen „zurückgewonnene Freiheit“

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Anstoßen auf die „zurückgewonnene Freiheit“: Familie Brenk aus Dortmund genoss am Samstag die Freiluft-Gastronomie am Lüdenscheider Rathausplatz. Ein Coronatest war dazu nicht nötig. © Sebastian Schmidt

Flanieren, shoppen und draußen im Café sitzen – der Samstag ist traditionell Lüdenscheids Gesellschaftstag Nummer eins. Vor allem am späten Vormittag pulsierte in der Vergangenheit das Leben auf Plätzen und Straßen der Innenstadt.

Lüdenscheid – Bekanntlich hat die Coronakrise auch hier für stark veränderte Realitäten gesorgt. Dieser Sonnabend aber könnte ein Wendepunkt gewesen sein.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Den erstmals nach langer Zeit konnten die Außengastronomie wieder ohne große Hemmnisse besucht werden. Soll heißen: ohne negativen Coronatest. Im Klartext: Jeder konnte es sich am Samstag im Grunde wieder ohne Probleme vor Gasthäusern, Cafés und Bars bequem machen. Auch die Innengastronomie durfte wieder öffnen – das allerdings nur mit Test und Platzpflicht. Möglich war das alles, weil seit Freitag die Inzidenz der Corona-Neuinfektionen seit Tagen unter dem Schwellenwert von 50 lag und in der Bergstadt damit die sogenannte Inzidenzstufe 2 in Kraft trat.

Lüdenscheider genießen „zurückgewonnene Freiheit“: Kleiner Rundgang zur Mittagszeit

So voll wie von früher gewohnt präsentierte sich die heimische Außengastronomie in der City am Samstag aber nicht unbedingt. Viele Tische blieben auch unbesetzt, wie ein kleiner LN-Rundgang zur Mittagszeit offenbarte. Das mag an mehreren Gründen gelegen haben. An den sich ständig wandelnden Corona-Regeln womöglich, die auf viele Bürger sichtlich verwirrend wirken. Oder an noch vorhandener persönlicher Vorsicht. Oder schlicht am Wetterumschwung, der am Samstag Wind, kühlere Temperaturen und meist grauen Himmel brachte.

Schauplatz Rathaus- und Sternplatz. Dort herrschte – am Rande des Wochenmarkt-Geschehens – am meisten Trubel in der Außengastronomie. Dennoch gab es auch hier noch genügend freie Plätze. Die Gäste schienen die Lockerungen dabei zu genießen. Familie Brenk aus Dortmund drückte es so aus: „Das ist eine feine Sache. Ein Stück zurückgewonnene Freiheit, das man uns genommen hatte.“ Ähnliche Einschätzungen waren auch an anderen Tischen zu hören.

Ruhiger war es dann bereits Richtung Rosengarten und mittlerer Wilhelmstraße, wo aber ohnehin weniger Gastrobetriebe ihre Dienste anbieten. Und ziemlich ruhig ganz oben in der Stadt. Dort aber öffnen viele Gaststätten auch eher gegen Abend.

Allgemeiner Tenor am Samstag in der Stadt: Die Corona-Lage muss sich weiter entspannen und das Wetter sommerlich sein – dann nimmt die Außengastronomie auch wieder schnell Fahrt auf: Was in diesem Zusammenhang die Gastwirte wohl aufhorchen lassen dürfte: Für diese Woche kündigen die Wetterdienste für Deutschland die erste Hitzewelle des Jahres an.

Von Sebastian Schmidt

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