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Corona-Fälle unter Schülern: 36 Schulen in diesen MK-Städten betroffen

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Von: Jan Schmitz

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Maske auf einem Lehrertischt. Im Hintergrund Schüler mit Masken
Seit Beginn des neuen Schuljahres gilt in Nordrehin-Westfalen die Maskenpflicht im Unterricht. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Sind die Schulen ein Pandemietreiber? Bislang hatte der Märkische Kreis in den heimischen Schulen dafür keinen Beleg gefunden. Allerdings wurden auch noch nie so viele Corona-Fälle aus den Schulen gemeldet – am Dienstag waren es 211.

Die Inzidenz im Schüleralter liegt zudem oberhalb von 300. Nahezu jede Schule im Kreis beklagt inzwischen mindestens einen Corona-Fall unter ihren Schülern.

Dennoch kann der Kreis auch in der aktuellen Situation so gut wie keine Ansteckungen innerhalb der Schulen nachweisen, wie Kreissprecher Alexander Bange auf Anfrage mitteilte. „Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass es sich bei Ansteckungen innerhalb der Schule weiterhin um Einzelfälle handelt.

In der Regel, so die Erfahrung aus der Kontaktnachverfolgung, infizieren sich die Schülerinnen und Schüler eher im privaten Lebensumfeld und tragen das Virus dann, zum Teil asymptomatisch und damit unbemerkt, in die Schule“, erklärt Bange. Er räumt aber auch ein, dass es eine offizielle Studie dazu nicht gibt. Nicht immer lasse sich bis ins letzte Detail ermitteln, ob eine Ansteckung vor Ort in der Schule oder im privaten Umfeld erfolgt sei.

Der Kreis hat auf Anfrage eine Liste der betroffenen Schulen aus dem Südkreis veröffentlicht. Sie gibt den Stand vom 7. September wieder:

Dass die Schulen kein Pandemietreiber sind, dafür spricht aus Sicht des Gesundheitsamts auch, dass es nach wie vor eine Vielzahl von Einzelfällen in den Schulen im Märkischen Kreis, aber keinen Ausbruch mit mehreren Betroffenen gebe. „Oftmals gibt es nur ein Indexfall oder maximal zwei Indexfälle innerhalb einer Klasse. Dass sich innerhalb der 14 Tage eine der Kontaktpersonen ebenfalls als Indexfall erweist, kommt kaum vor“, sagt Kreissprecher Bange und beruft sich auf Erfahrungen in der Kontaktnachverfolgung.

Erklären lasse sich dieses Phänomen unter anderem mit den guten Hygienestandards an Schulen und dem Maskentragen. Größere Gruppen von Kontaktpersonen oder ganze Klassen, die in Zusammenhang mit einem Indexfall in Quarantäne müssen, seien vergleichsweise eher selten.

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