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MK-Stadt ist Delta-Hotspot: Anteil von fast 100 Prozent - weiterer Fall im Südkreis

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Von: Jan Schmitz

Moderna, Astrazeneca und Biontech: Wie wirksam sind die Corona-Impfstoffe gegen die Delta-Variante?
Moderna, Astrazeneca und Biontech: Wie wirksam sind die Corona-Impfstoffe gegen die Delta-Variante? © Daniel Karmann/dpa

Es war befürchtet worden, jetzt ist es so weit: Nun liegt der zweite Nachweis der Delta-Variante des Coronavirus aus dem Südkreis vor - wieder aus Lüdenscheid.

Update von Donnerstag, 1. Juli, 11.02 Uhr: Nicht nur bundesweit steigt der Anteil der Delta-Variante des Coronavirus, auch im Märkischen Kreis. Am Donnerstag wurden bereits bei 26 von 82 derzeit Infizierten die erstmals in Indien beschriebene Mutation mittels variantenspezifischer PCR-Testung (Typisierung) nachgewiesen. Dies entspricht einem Anteil von 31,7 Prozent. „Wir stellen auch im Märkischen Kreis die Tendenz fest, dass Delta die vorherrschende Variante wird“, sagt Kreissprecher Alexander Bange.

Konkret verteilen sich die 26 Delta-Indexfälle auf drei Städte. Delta-Hotspot ist Hemer mit 14 akut Infizierten, darunter eine Großfamilie. In Hemer ist Delta bereits dominierend - in 14 von 15 Fällen wurde die neue Mutation nachgewiesen. In Iserlohn liegt die Zahl der Delta-Infizierten bei zehn von 21 Positivfällen.

Aus Lüdenscheid wurde indes ein zweiter Nachweis der Delta-Variante aktenkundig. Die Person entstammt dem unmittelbaren Umfeld des ersten Falls in Lüdenscheid. Man geht davon aus, dass sie sich dort angesteckt hat. Die Delta-Variante gilt als deutlich ansteckender als die bisher dominierende britische Mutante B.1.1.7. Die Gesamtzahl der Delta-Nachweise seit Beginn der Pandemie erhöhte sich auf 38. Zwölf Personen sind bereits genesen.

Erstmeldung von Dienstag, 29. Juni, 11 Uhr: Wie der Märkische Kreis auf Anfrage am Montag bestätigte, wurde die indische Mutation bei einer Person aus Lüdenscheid gefunden. Die bisherigen Nachweise stammten alle aus Hemer, Iserlohn und Menden. Einen Zusammenhang zwischen dem Delta-Infektionsgeschehen im Nordkreis und dem neuen Fall in Lüdenscheid gebe es aber nicht, sagte Kreissprecher Alexander Bange.

Insgesamt 31 Fälle, in denen die Delta-Variante (B.1.617.2) mittels variantenspezifischer PCR-Testung nachgewiesen wurde, sind beim Gesundheitsamt inzwischen aktenkundig. Dabei handelt es sich nach Aussage von Kreissprecher Bange vorwiegend um milde Krankheitsverläufe. Allerdings wurde auch eine Person im Krankenhaus behandelt. 21 Personen, die mit der Delta-Variante infiziert sind, befinden sich noch in Quarantäne. Mit diesen 21 Indexfällen stehen rund 50 Kontaktpersonen unter 14-tägiger Quarantäne. Zehn Personen gelten als genesen. Der Anteil der Delta-Variante an den aktuellen Infektionszahlen lag am Montag bei 22 Prozent.

Ende der vergangenen Woche waren an einem Tag allein sieben Neuinfektionen aus Iserlohn gemeldet worden. Sie kommen nach Kreisangaben aus fünf verschiedenen Familien. Auch ihre Proben werden auf die Delta-Variante überprüft. Die Ergebnisse lagen am Montag aber noch nicht vor.

In der vergangenen Woche wurden insgesamt 49 Neuinfektionen gezählt. 41 Betroffene waren jünger als 50 Jahre, darunter neun Kinder (0 bis 9 Jahre). Lediglich eine Person war älter als 80 Jahre.

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