Nachbarschaftshilfe

Klinikum Lüdenscheid: Ärzte behandeln Covid-19-Patienten aus Holland

Coronavirus im MK: Eine Patientin aus den Niederlanden wurde im Frühjahr im Klinikum Lüdenscheid aufgenommen. Sie kam per Hubschrauber.
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Coronavirus im MK: Eine Patientin aus den Niederlanden wurde im Frühjahr im Klinikum Lüdenscheid aufgenommen. Sie kam per Hubschrauber.

In den Kliniken wurde auch am Dienstag ein Höchststand bei den Coronaerkrankten erreicht. Inzwischen werden 140 Covid-19-Patienten aus dem Märkischen Kreis stationär in Krankenhäusern behandelt (Vortag: 137), davon 28 intensivmedizinisch. 26 Personen müssen beatmet werden. In Lüdenscheid werden auch Covid-19-Patienten aus dem Ausland behandelt.

65 Patienten meldete das Klinikum Lüdenscheid, darunter elf Intensivpatienten. „Wir erwarten in den kommenden Tagen noch einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen“, heißt es dazu im Pandemie-Update der Märkischen Kliniken. Die Lage sei weiter „äußerst angespannt“.

Um das Infektionsrisiko weiter zu senken, werden die Mitarbeiter dringend aufgefordert, mögliche Nebenbeschäftigungen auszusetzen. Das gilt nicht für den Einsatz in den Impfzentren der Kassenärztlichen Vereinigung. Unterdessen wurde auch im Klinikum Lüdenscheid ein Impfzentrum – ausschließlich für die Impfung des Klinikpersonals – in den Räumlichkeiten der ehemaligen Station 8.8 eingerichtet.

Es ist betriebsbereit, jetzt fehlt nur noch der Impfstoff. Wann er in Hellersen ankommt, ist weiterhin unklar. Nachdem eine erneute Reihentestung von Personal und Patienten in der Stadtklinik Werdohl keine weiteren Corona-Fälle ergab, wurde der Aufnahmestopp dort aufgehoben. Patientenverlegungen nach Werdohl sind damit wieder möglich.

Wie Kliniksprecherin Kim Bruse auf Anfrage bestätigte, hat ein Ärzteteam des Klinikums Lüdenscheid seit Beginn der zweiten Welle drei schwer an Covid-19 erkrankte Patienten aus den Niederlanden behandelt. Die Klinikkapazitäten in Holland reichen nicht aus, daher bat das Nachbarland um ärztliche Hilfe.

Derzeit befindet sich nach Klinikangaben noch ein holländischer Patient in Lüdenscheid in Behandlung. Bereits im Frühjahr hatten die Märkischen Kliniken zwei Patienten aus den Niederlanden aufgenommen. Sie konnten nach wenigen Wochen als geheilt entlassen werden.

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