Kreis-Pressereferent beantwortet Fragen

Inzidenz über 50 im MK? Sprecher: „Wir bereiten uns darauf vor“

Mann in Schutzkleidung hat einen Corona-Abstrich in der Hand.
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Ein Mann in Schutzkleidung hat einen Corona-Abstrich in der Hand (Symbolbild).

Die Corona-Lage im Märkischen Kreis spitzt sich zu. Seit einigen Tagen steigen die Corona-Fallzahlen an. Folgende Fragen stellte unsere Redaktion an den Krisenstab des Märkischen Kreises. Hendrik Klein, Pressereferent beim Kreis, antwortete schriftlich.

1. Wie schätzt der Krisenstab des Märkischen Kreises die aktuelle Lage im Märkischen Kreis mit Blick auf die Neuinfektionen und die Inzidenz ein?

Derzeit steigen die Zahlen der positiven Fälle weiter an. Insoweit bereiten wir uns darauf vor, dass der Wert von 50 überschritten wird.

2. Gibt es lokale Schwerpunkte, die auffällig sind? Wenn ja, welche und warum?

Der derzeitige Anstieg an Infizierten ist nicht auf eindeutige größere Infektionsherde zurückzuführen. Durch den Wegfall der Maskenpflicht in Schulen ist eine größere Anzahl an Kontaktpersonen entstanden. Lokale Schwerpunkte sind nicht erkennbar.

3. Worauf sind derzeit die erhöhten Infektionen im MK zurückzuführen (Familienfeiern?, Reisen?)? Gibt es Cluster?

siehe 2.

4. Seit wann beobachten Sie eine Zunahme, worauf führen Sie das zurück?

Die kontinuierliche Zunahme der Infektionszahlen der letzten vier Wochen war als Folge der Lockerungen zu erwarten.

Hendrik Klein, Pressereferent des Märkischen Kreises

5. Worauf stellen Sie sich bei der Entwicklung der Covid19-Neuinfektionen in dieser Woche und der nächsten Woche im Märkischen Kreis ein?

Steigende Zahlen werden notwendige Maßnahmen nach der Schutzverordnung erforderlich machen. Dies wird mit den Städten und Gemeinden in enger Abstimmung erfolgen.

6. Bereiten Sie sich auf die Überschreitung der 50er-Inzidenz im Märkischen Kreis vor? Wenn ja, wie?

Ja. Planungen in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden zu einer Ausweitung der Nutzung des MNS (Anmerkung der Redaktion: Mund-Nasen-Schutz) laufen.

7. Wie ist die personelle Situation unter anderem in der Kontaktnachverfolgung? Ist das mit dem vorhandenen Personal noch zu schaffen? Oder benötigen Sie schon externe Hilfe, Bundeswehr, MDK?

Die personelle Situation ist angespannt, da die Beschäftigten seit Monaten permanent im Einsatz sind. Zusätzliches Personal wird derzeit eingearbeitet.

8. Im Vergleich zum Frühjahr: Was ist anders? Auf welche Erfahrungen kann man zurückgreifen?

Insgesamt sind die Abläufe routinierter und sowohl aus Sicht der Behörde als auch der Bürgerinnen und Bürger sind mehr Informationen vorhanden.

9. Was ist aus Sicht des Krisenstabs notwendig, damit die Zahl der Infektionen wieder zurückgeht?

Die Regeln zu Kontaktvermeidung und Abstand einhalten, Masken möglichst nutzen, das kann weiterhin helfen.

10. Reichen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus? Wenn nein, welche weiteren Verschärfungen halten Sie für sinnvoll?

Abzuwarten bleibt, ob durch das Ende der Herbstferien weitere Maßnahmen erforderlich werden.

11. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Gibt es wieder mehr schwere Verläufe?

Derzeit sind die Kapazitäten völlig ausreichend.

11. Was macht Ihnen Hoffnung, dass der Märkische Kreis auch die zweite Welle so vergleichsweise gut übersteht, wie die erste im Frühjahr?

Weil sich die Märker an Regelungen zum Abstand halten können.

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