Mehr als 300 Verstöße geahndet

Corona-Bußgelder: So viel hat Lüdenscheid bisher kassiert

Ob bei Maskenverstößen auf dem Wochenmarkt oder unerlaubten Zusammenkünften: Das Ordnungsamt hat seit März mehr als 300 Buß- und Verwarngelder kassiert.
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Ob bei Maskenverstößen auf dem Wochenmarkt oder unerlaubten Zusammenkünften: Das Ordnungsamt hat seit März mehr als 300 Buß- und Verwarngelder kassiert.

Es wird nicht nur kontrolliert, es wird auch kassiert: Mehr als 300 Buß- und Verwarngelder hat die Stadt bislang in den Corona-Monaten eingenommen.

Lüdenscheid - 103 055 Euro hat die Stadt zwischen März und 12. November an Buß- und Verwarngeldern wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung eingenommen. Verwarngeld, so erläutert Stadtpressesprecher Sven Prillwitz dazu, werde bei Verstößen erhoben, die mit bis zu 55 Euro geahndet würden. Mit der Zahlung des Verwarngeldes werde ein Verfahren umgehend eingestellt. Etwas anders sieht es aus, wenn ein Bußgeld fällig wird. Das wird bei Verstößen erhoben, die mit mehr als 55 Euro geahndet werden. Dazu kämen Bearbeitungsgebühren wegen des eingeleiteten Verfahrens in Höhe von 28,50 Euro.

Spitzenreiter April

Die Statistik spricht von 38 Verwarngeldern, die fast ausschließlich wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht fällig wurden. Dazu kamen 270 Bußgeldbescheide. Die gingen nach Auskunft der Stadt unter anderem an Gastronomen und Friseure, die gegen die Corona-Regeln verstoßen haben sowie an jene, die sich nicht an die maximal zulässige Personenzahl im öffentlichen Raum halten wollten. Hohe Summen kämen gerade da schnell zusammen. Denn wenn Gruppen gegen das Ansammlungsverbot verstoßen, sind 200 Euro pro Person fällig.

Der Blick auf die einzelnen Monate zeigt eine sehr unterschiedliche Höhe. Spitzenreiter war der April, der Monat des ersten Lockdowns, als mit 51 234 Euro die Hälfte der Bußgelder zusammenkam. Dass im Juli eine Null verzeichnet ist, hänge lediglich mit Bearbeitungszeiten zusammen und bedeute nicht, dass keine Bußgelder verhängt worden seien. Im November wurden bis zum Stichtag 2778 Euro an Bußgeldern und 1000 Euro an Verwarngeldern fällig.

Überlastung

Der steigende Kontrollaufwand hat zeitweise zu einer Überlastung des Ordnungsamtes geführt. Zwar habe man bekanntlich mit der Neueinstellung von fünf Mitarbeitern einiges auffangen können, so Stadtsprecherin Marit Schulte. Doch ohne weitere, erhebliche Unterstützung aus dem Haus ließen sich die Aufgaben trotzdem nicht schultern. Insbesondere die Quarantänekontrollen hätten massiv zugenommen, sodass Nachprüfungen an sieben Tagen in der Woche mit jeweils zwei Zweierschichten erforderlich seien.

Eine interne Abfrage im Rathaus, welche Fachdienste noch personelle Unterstützung leisten könnten, und sei es nur stundenweise, habe Erfolg gehabt: „Mehr als 30 Mitarbeiter haben sich gemeldet.“ Somit habe man die Quarantäne-Kontrollen komplett aus dem Ordnungsamt auslagern können. Organisiert werden die Einsätze nun vom Bereich Kultur, Ausgangspunkt für die Schichten sei das Museum. „Das“, sagt Marit Schulte, „ist eine große Entlastung fürs Ordnungsamt, das sich nun auf andere Kontrollen konzentrieren kann.“

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