Einrichtung in Lüdenscheid

Corona-Ausbruch im MK: Mehr als 120 Menschen an Weihnachten isoliert

Symbolbild eines Coronavirus.
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Keine guten Nachrichten aus der Pflege: In den Heimen steigen die Infektionszahlen deutlich. Symbolfoto: dpa

Corona-Ausbruch kurz vor Heiligabend im Dietrich-Bonhoeffer-Seniorenzentrum in Lüdenscheid: In dem Altenheim wurden bislang 62 Corona-Fälle bestätigt – darunter 43 Heimbewohner und 19 Mitarbeiter. In dem Pflegeheim an der Bonhoefferstraße gilt neben einem sofortigen Aufnahmestopp auch ein absolutes Besuchsverbot für die Feiertage.

Lüdenscheid - Alle Bewohner werden über Weihnachten in ihren Zimmern isoliert. Laut Einrichtungsleiter Udo Terschanski versuche man mit dem verbliebenen Team individuell so etwas wie Weihnachtsstimmung zu schaffen. Wer Geschenke, Briefe oder Weihnachtskarten an dem Pflegeheim abgeben möchte, mache aber insbesondere Bewohnern, die keine Familie mehr haben, eine Freude. Schon am Dienstag gingen erste Gaben ein.

Neun Monate lang blieb die Altenpflegeeinrichtung an der Bonhoefferstraße vom Coronavirus verschont, umso überraschender war der Ausbruch für Terschanski. Bei den alle 14 Tage routinemäßig durchgeführten Schnelltests bei Bewohnern und Mitarbeitern fielen am vergangenen Montag mehrere Tests positiv aus. „Das war ein Zufallsbefund“, sagt Udo Terschanski und verweist auf die strengen Coronamaßnahmen in seinem Haus.

Auf den positiven Schnelltest muss – so ist es vorgegeben – ein PCR-Test folgen. Um jedes Risiko auszuschließen, ordnete das Kreisgesundheitsamt eine Reihentestung aller Bewohner sowie der Belegschaft am Freitag an. Dabei gab es mehr Positivbefunde als beim Schnelltest am Montag: Bei 43 der 129 Bewohner wurde das Virus nachgewiesen, ebenso bei 19 der 120 Mitarbeiter. Fünf Bewohner zeigten nach Angaben von Udo Terschanski leichte Symptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen.

„Wir haben viele Gespräche mit Bewohnern und Angehörigen geführt, auch um die Angst zu nehmen“, erklärt der Einrichtungsleiter. Der Betrieb werde mit negativ getesteten Mitarbeitern aufrecht erhalten. „Die Bereitschaft zu helfen, ist sehr groß“, lobt Terschanski.

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