Wegen Corona herrschen strenge Regeln

Corona-Abi: Schule im MK erlässt Maskenpflicht bei Abiprüfung

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Die Schüler sammeln sich vor den Abiturprüfungen auf dem Schulhof der ARG: Mit Abstand und Masken.

Lüdenscheid – Mit Maske vor Mund und Nase und großem Abstand zueinander sammeln sich die Schüler der Adolf-Reichwein-Gesamtschule (ARG) morgens auf dem Schulhof. Sie legen in dieser Woche ihre schriftlichen Abiturprüfungen ab – unter Corona-Bedingungen.

„Wir haben um die 70 Abiturienten“, sagt Schulleiter Frank Bisterfeld. Sie werden über zwei Eingänge ins Gebäude geführt, vor Eintritt muss sich jeder Schüler die Hände desinfizieren. Lehrer stehen dort bereit, um das Mittel an jeden Schüler auszugeben, sagt Bisterfeld. Das wurde ihnen von der Stadt Lüdenscheid als Schulträger bereitgestellt. 

Die Räume in der Schule seien eher klein, deshalb dürfen nur sechs Schüler in ein Klassenzimmer, um die Prüfungen dort zu schreiben. Eine Maskenpflicht gilt an der ARG auch in den Klassenräumen, das ist nicht an jeder Schule so und obliegt den Schulleitern. 

"Keine Disziplinschwierigkeiten"

„Wir können in den Räumen zwar den Abstand von 1,5 Metern einhalten, dennoch sind auf die Größe des Raumes gesehen viele Schüler drin – deshalb haben wir uns für die Maskenpflicht entschieden“, sagt Bisterfeld. Die Schüler gingen gut mit der Situation um, „ich kann nur ein Riesenlob aussprechen: Wir hatten bisher keine Disziplinschwierigkeiten, das klappt wirklich gut“. 

Und was sagen die Abiturienten selbst? „Die sind eigentlich gut drauf“, sagt Bisterfeld. „Aber natürlich auch enttäuscht, immerhin fallen die ganzen Feiern aus und die dafür gekauften Kleider hängen zuhause...“ Auch Bisterfeld stelle bereits Überlegungen an, wie eine mögliche Zeugnisvergabe in diesem Jahr aussehen könnte. „Ich habe Ideen, die sind aber noch nicht spruchreif“, sagt er. 

Coronavirus MK: "Toll finden sie das nicht"

Die ersten Schüler der Jahrgänge 12 und 10 sind bereits zurück an der Schule, die anderen folgen ab dem 26. Mai. Wie an den anderen Schulen findet der Unterricht tageweise statt. „Die Schüler sind im Moment in dem Gebäude, wo eigentlich die Fünfer und Sechser Unterricht haben, weil die Räume dort größer sind. Toll finden sie das nicht, dort ihr letztes Jahr zu verbringen, wo sie als junge Schüler waren“, weiß Bisterfeld. 

Anders sei das aber nicht möglich. Sogar in der Gymnastikhalle finde ab sofort Unterricht statt. Positiv hervor hebt Bisterfeld die kurzfristige Renovierung der Sanitäranlagen in der Schule, die die Stadt und Zentrale Gebäudewirtschaft noch haben durchführen lassen: „Die Toiletten waren in einem schlechten Zustand und sind jetzt wirklich wieder Top“, sagt er.

Die Entwicklungen rund um das Coronavirus im MKlesen Sie in unserem News-Ticker.

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