Gemütliche Enge bei der Kindermusikwoche

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Mehr als 30 Kinder machten bei der Kindermusikwoche unter der Leitung von Wolfgang Kimpel mit.

Lüdenscheid - Schauspiel, instrumentales Spiel und Gesang, Tanz und Lesung verbanden die über dreißig Teilnehmer der Kindermusikwoche 2015 im Eingangsbereich der Christuskirche zu ihrer szenischen Umsetzung der Josefsgeschichte aus dem Pentateuch.

Kantor Wolfgang Kimpel musste mit seinen Helfern vor Beginn des szenischen Spiels, das die Kinder zum Abschluss des Projekts zeigten, noch Stühle für die zahlreichen Zuschauer herbei schaffen. Für einige gab es nur noch eine Sitzgelegenheit aus Pappe. „Es sei gemütlich eng“ beschied Kimpel den Zuhörern und er hoffe nun, dass alles was die Kinder sich vorgenommen hätten, auch so klappe.

Die Nacherzählung der Josefsgeschichte in verständlicher Alltagssprache kam gut an. Der Charme der Aufführung bestand auch im Wechsel ruhiger Szenen mit Tanz und dem Gewusel der Chorkinder hin zur Bühne, hinter den Vorhang, zurück auf die Bänke vor dem Podium. Dies bedeutete auch, dass nahezu alle Kinder ständig aufmerksam waren und keinerlei Unruhe unter den Wartenden aufkam.

Die Darstellung der Josefsgeschichte bewegte sich auf der Linie, die Kimpel vorab signalisiert hatte. „Wir haben ein Stück entdeckt, das uns alle im Herzen bewegt, ein Stück, wie Menschen miteinander umgehen.“

Es folgte die Geschichte von dem coolen Träumer Josef, dem „crazy boy“, der träumt, „dass ihm die Welt zu Füßen liegt.“ Zu dieser Beschreibung Josefs erklang eines der schönsten Lieder der Aufführung mit dem Refrain „er ist ein Spinner, ein Schwätzer, ein Selbstüberschätzer“. Eine szenische Bearbeitung des Stoffes mit guter Länge und dennoch bis spannend bis zum Schluss. - Von Ulf Schwager

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