Turnhalle und Sportplatz der Grundschule Schöneck benötigt

Flüchtlinge: Großes Interesse an Bürgerversammlung

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Sehr viele Anwohner und Interessierte waren der Einladung der Stadt gefolgt.

Lüdenscheid - Es herrschte großer Gesprächs- und Informationsbedarf. Bei der ersten Bürgerversammlung zur Nutzung der Grundschule Schöneck als Flüchtlingsunterkunft am 5. November hatten die Verantwortlichen der Stadt noch versichert, dass nach damaligem Stand die Turnhalle von den Maßnahmen nicht betroffen sei. Nun ist aber doch kurzfristig die Turnhalle und mittelfristig auch der Sportplatz Schöneck für die Flüchtlingsunterbringung eingeplant.

Bürgermeister Dieter Dzewas, Martin Bärwolf (Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Lüdenscheid) und Martina von Schaewen (Fachdienstleiterin Öffentliche Sicherheit und Ordnung) standen den Bürgern im voll besetzten Foyer der benachbarten Hauptschule Stadtpark am Mittwochabend zum wiederholten Male Rede und Antwort.

Einleitend stellte Dieter Dzewas klar, dass es in Bezug auf die Nutzung der Schule und der Sporthalle ausschließlich um die kurzfristige Vermeidung von Obdachlosigkeit unter den Flüchtlingen gehe. Später betonte Martina von Schaewen in diesem Zusammenhang, dass für die Schule langfristig eine andere Nutzung ins Auge gefasst wurde. „Geplant ist, dass sie für Integrationsmaßnahmen wie zum Beispiel Sprachkurse oder Kinderbetreuung genutzt wird“, betonte von Schaewen. Darüber hinaus machte der Bürgermeister deutlich, dass die Kommune als letztes Glied in der Kette keinen Einfluss auf die Einwanderungs-, Sicherheits- und Außenpolitik habe. Die geplanten Container und Zelthallen auf dem Sportplatz hätten derweil eine anderen Dimension als die Vermeidung von Obdachlosigkeit bei der kurzfristigen Nutzung des Schulgebäudes.

„Wir waren schlicht auf den immensen Flüchtlingszustrom, den in diesem Ausmaß niemand vorausahnen konnte, nicht vorbereitet, und die Stadtentwicklungspolitik war nicht darauf ausgerichtet, in hohem Maße preiswerten Wohnraum zur Verfügung stellen zu müssen“, sagte der Bürgermeister. Für Hausbesitzer sei es schlicht nicht rentabel gewesen, in hohem Maße Sozialwohnungen vorzuhalten. Nun sei man gezwungen, diesen Wohnraum innerhalb kürzester Zeit zu schaffen, was die Verantwortlichen der Stadt vor immense, kurzfristig zu lösende Probleme stelle. Die Errichtung von Containern und Zelthallen an unterschiedlichen Orten der Stadt sei ein Teil dieser Problemlösung.

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