Leo Club Lüdenscheid Hyperion setzt Spendenaktion fort

"Ein Euro mehr" für die "Schatzinsel"

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Der Leo-Club plant eine „Ein-Euro-mehr“-Aktion zugunsten des Kinderschutzbundes.

Lüdenscheid - Nach der erfolgreichen Premiere der Aktion „ein Euro mehr“ im vergangenen Jahr plant der Leo Club Lüdenscheid Hyperion nun eine Wiederholung: Erneut sollen heimische Gastronomen gewonnen werden, die im Oktober einen Monat lang ihre Gäste beim Bezahlen um „einen Euro mehr“ bitten. Dafür werden Spendendosen verteilt. Das gesammelte Geld soll in diesem das Projekt „Schatzinsel“ des Lüdenscheider Ortsvereins des Kinderschutzbundes bekommen.

Kendra Knitter, Vize-Präsidentin des Leo-Clubs, sowie die Mitglieder Carsten Anlauf und Sven Parnemann, erinnerten daran, dass mit der Aktion im September 2017 3000 Euro für das Hospiz des Amalie-Sieveking-Hauses gesammelt wurden. Damals seien 30 Spendedosen im Umlauf gewesen – nun hat der Club noch einmal so viele angeschafft. Zahlreiche Gastronomen hätten ihre Teilnahmen bereits zugesagt, unter anderem auch aus Halver. „Wir gehen davon aus, dass jemand, der für 50 oder 60 Euro Essen geht, auch noch einen Euro für den guten Zweck übrig hat“, meint Parnemann.

Beim Kinderschutzbund erfuhren die Club-Mitglieder von Kathrin Nockemann und Bastian Mischnick, wie die beiden in der „Schatzinsel“ mit den Kindern von psychisch erkrankten Eltern arbeiten. Im engen Austausch mit den Einrichtungen, die mit den Familien arbeiten, will die Schatzinsel Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis elf Jahren auffangen und begleiten, deren Eltern wegen ihrer Erkrankung nicht so für ihre Kinder da sein können, wie es nötig wäre.

Oft gehe das soweit, dass ältere Geschwister, selbst noch im Grundschulter, die Verantwortung für die Familie übernehmen und sich um die kleineren Geschwister kümmern. In der Gruppe sind sie nicht nur mit Gleichaltrigen zusammen, sondern erhalten auch die Zuwendung, die ihre Eltern ihnen oft nicht geben können. Unter anderem wird kindgerecht erklärt, was psychische Erkrankungen sind. Aber vor allem erfahren die Kinder, dass sie keine Schuld daran trifft, dass ihre Eltern sich nicht kümmern können. Sie lernen Wege zu finden, wieder Kind zu sein und werden für sich selbst gestärkt, mit der Situation umgehen zu können. Gleichzeitig werde versucht, die Eltern miteinzubeziehen. Denn die Isolation, in die sie ihre Erkrankung führe, wirke sich auch auf die Kinder aus. In der Familie über die Erkrankung offen zu sprechen, sei ganz wichtig.

Rund 800 Euro kostet ein Kurs der Schatzinsel pro Kind, rechnen Nockemann und Mischnick vor. Dieses Geld müsse, da die Förderung durch die Aktion Mensch ausgelaufen ist, durch Spenden aufgebracht werden. 

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