Christuskirche und Torhaus: Geschichte in Licht übersetzt

Das Torhaus am Alten evangelischen Friedhof.

Lüdenscheid - Die Stadt des Lichts wird im nächsten Jahr um zwei abendliche Blickfänge reicher sein. Die Christuskirche und das Torhaus am Alten evangelischen Friedhof werden dann in ein Licht getaucht, das ihre Bedeutung und Schönheit hervorhebt. Die Ideen dazu stammen aus einem Lichtwettbewerb, an dem sich acht Büros beteiligten und aus dem die L-Plan Lighting Design GmbH aus Berlin als Sieger hervorging.

Heike Müller von der städtischen Projektstelle Licht und Stadtgestaltung, die den Wettbewerb organisierte, und Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, stellten die Ideen vor und skizzierten auch den Verlauf des Wettbewerbs. „Elf ausgewählte Büros haben wir angeschrieben, acht haben ihre Vorschläge fristgerecht abgegeben“, sagt Heike Müller. „Das Verfahren war anonym.“ Bei der Bearbeitung seien grundsätzliche ästhetische, funktionale und wirtschaftliche Ansprüche zu berücksichtigen gewesen:

- die Angemessenheit der Mittel im Hinblick auf die besondere Würde der zu beleuchtenden Objekte;

- die Wirtschaftlichkeit in der Herstellung, wobei die Einhaltung des vorgesehenen Budgets nachzuweisen war, und

- die Wirtschaftlichkeit in der Unterhaltung und Nachhaltigkeit.

„Es sollte eine Idee entwickelt werden, die für Jahre realisierbar ist. Es geht ja nicht darum, die beiden denkmalgeschützten Gebäude für einen kurzen Zeitraum in Szene zu setzen wie bei den Lichtrouten, sondern das soll 10 bis 15 Jahre so bleiben“, betont Heike Müller.

Martin Bärwolf weist zudem darauf hin, dass 80 Prozent der Kosten aus der Städtebauförderung und 20 Prozent von der Stadt finanziert werden. Kirchengemeinde und evangelische Friedhofsverwaltung sorgen für die nötige Stromversorgung. Vertreter der beiden Verbände waren auch in der Jury, ebenso aus Verwaltung, Politik und Lichtplaner.

Einstimmig fiel das Votum für das Berliner Büro aus. Das galt für die Christuskirche, wo das Kerzenlicht als Grundlage galt: „Ausgehend von dem Licht als göttliches Symbol, wird die Wirkung des Kerzenlichts großmaßstäblich für die Außeninszenierung der Christuskirche umgesetzt“, urteilte das Preisgericht. Alle überzeugte auch das Torhaus-Konzept: „Eine ausgewogene Gebäudebeleuchtung, die die historische Fassade gelungen in Szene setzt.“ Die Verleihung des Preises und eine Ausstellung erfolgt nach den Sommerferien. Mit der Umsetzung sei im nächsten Jahr zu rechnen.

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