Ein Nachruf

Hans Günter Höller schenkte sein Leben der Musik

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Zum 85. Geburtstag überraschten die Sänger des MGV Plettenberg mit Roger Kuhnen Lenelotte und Hans Günter Höller mit einem Ständchen.

Lüdenscheid - Im Laufe seiner Karriere führte Hans Günter Höller mehr als 40 Chöre durch sämtliche Höhen und Tiefen, wurde von vielen Sangesgemeinschaften zum Ehrenchorleiter erkoren. Am 14. Februar verstarb er im Alter von 91 Jahren. Die Beisetzung fand bereits im Familienkreis statt.

Er hat sein Leben der Musik geschenkt, sich ihr mit Haut und Haaren verschrieben. Im Laufe seiner Karriere führte Hans Günter Höller mehr als 40 Chöre durch sämtliche Höhen und Tiefen, wurde von vielen Sangesgemeinschaften zum Ehrenchorleiter erkoren. Am 14. Februar verstarb Hans Günter Höller im Alter von 91 Jahren. Die Beisetzung fand bereits im Familienkreis statt.

Wo er war, da war auch die Musik

Wo er war, da war auch die Musik. 1942 dirigierte Höller seine Marinekameraden im Bordchor, gründete später in amerikanischer Kriegsgefangenschaft Chöre und Kapellen und nahm sich nach dem Krieg der Chöre in und um Lüdenscheid an – LMGV 1855, MGV „Niegedacht“, Brügger Kinderchor, MGV Union Oberrahmede, MGV Othlinghausen, Gruppen in Breckerfeld, in Plettenberg und Dahlerbrück, in Altena, Hohenlimburg und Meinerzhagen.

Studium an der „Ecole de Musique“ in Paris

Wenn er als junger Mann einen Wunsch frei gehabt hätte, dann hätte Hans Günter Höller nicht all die Jahre an einem Flügel verbracht, um Note für Note zu einer Komposition zusammenzufügen. Dann würde er den Himmel beobachten. Astronomie war einmal seine große Leidenschaft. Doch der Zweite Weltkrieg machte die Träume eines jungen Mannes zunichte und bescherte Höller stattdessen ein Studium an der „Ecole de Musique“ in Paris. Dort legte er sein Examen als Chor- und Orchesterdirigent ab.

1946 Rückkehr ins Sauerland

Als er 1946 nach Krieg und Gefangenschaft wieder ins Sauerland kam, war sein Werdegang vorgezeichnet: Chor um Chor klopfte bei dem jungen Mann an auf der Suche nach einem musikalischen Leiter. Natürlich hat Höller im Laufe der Jahre, in denen er die Gemeinschaften im Märkischen Kreis, in Hagen oder im Bergischen betreut hat, vorwiegend mit Erwachsenen gearbeitet.

Seine Liebe gehörte den Kinder- und Jugendchören

Seine Liebe aber gehörte den Kinder- und Jugendchören. Aus so einem Jugendchor, den er gegründet hatte, „Singende Jugend“ hieß er, entwickelte sich 1982 der Hans-Günter-Höller-Chor, den später seine Tochter Astrid Höller-Hewitt leitete und aus dem der „Gemischte Chor Harmonie“ hervorging.

„Nachdem vielen Männerchören die Stimmen ausgingen, kam Hans Günter Höller seinerzeit auf die rettende Idee, die Frauen mitsingen zu lassen. So sind die gemischten Chöre entstanden. Er war einer der ersten Berufschorleiter, beliebt und engagiert. Viele Chöre hat er zu Meisterehren geführt. Hans Günter Höller hat wie kaum ein anderer die heimische Chorlandschaft geprägt. Er war auch in den letzten Jahren noch immer dabei, auch wenn er nicht mehr aktiv gesungen hat“, zollt Thorsten Potthoff, Vorsitzender des Sängerkreises Lüdenscheid, dem Mann, dem die Musik so viel bedeutete, Respekt.

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