Volker Schmidt nimmt auf SPD-Versammlung Stellung

Chef des Gesundheitsamts: „Es ist sachlich überhaupt nicht begründet, Hamsterkäufe zu tätigen“

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Lüdenscheid -  „Letztes Jahr gab es 25 000 Tote durch die Influenza und keiner sprach großartig darüber. Jetzt gibt es hier ein paar Coronafälle und man verfällt in Panik", sagte Landratskandidat Volker Schmidt bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Bräucken/Versetal und klärte über die aktuelle Lage der Corona-Thematik auf. 

Der Landratskandidat ist im Fachbereich für Gesundheit und Soziales beim Märkischen Kreis tätig und sitzt somit direkt an der Informationsquelle. 

Wahrscheinlich würde es im kommenden Jahr einen Impfstoff geben. Das Virus würde uns aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Auch die leer gekauften Regale in den Supermärkten seien laut Schmidt übertrieben: „Es ist sachlich überhaupt nicht begründet, Hamsterkäufe zu tätigen“. 

Die Engpässe bei Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln könnten schon bald behoben sein, vermutet er. Das Landesgesundheitsministerium habe rund eine Million Schutzmasken bestellt, die jedoch in erster Linie für medizinisches Personal gedacht seien. Da es den Apothekern nun erlaubt sei, eigene Desinfektionsmittel herzustellen, würde auch hier eine entspanntere Lage erwartet.

Auf Nachfrage erklärte der Landtagskandidat auch, wie man sich genau zu verhalten hat, wenn man meint, selber Symptome zu zeigen. „Nicht einfach zum Arzt oder zur Notaufnahme gehen“, mahnte Volker Schmidt. Zunächst solle der Hausarzt angerufen werden, der dann eine erste Ferndiagnose stellen könne. „Wenn der Arzt meint, eine Erkrankung mit dem Coronavirus könnte vorliegen, informiert er das Gesundheitsamt“. Von dort aus würden Mitarbeiter zum Patienten fahren und einen Abstrich machen, der im Hygieneinstitut Iserlohn ausgewertet werde.

Bei einem bestätigten Krankheitsfall würde eine 14-tägige Hausquarantäne verordnet. Dazu gehöre das Führen eines Gesundheitstagebuches, täglich zweimal Fieber messen und tägliche Rückmeldung vom Gesundheitsamt. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen empfiehlt er: „Ganz normale Handhygiene und niemandem die Hand schütteln“. Das habe jedoch nichts mit dem Virus zu tun, sondern solle in jeder Grippesaison selbstverständlich sein.

Im Vorstand des SPD-Ortsvereins Bräucken/Versetal hat es keine gravierenden Änderungen gegeben. Bei der Mitgliederversammlung wurden alle vorgeschlagenen Kandidaten von den Mitgliedern bestätigt.

Der Vortrag von Volker Schmidt zur Corona-Problematik war nur ein Punkt der Jahreshauptversammlung. Ein weiterer waren die Vorstandswahlen. In der „Chefetage“ des Ortsvereins gab es keine Änderungen. Die Anwesenden waren sich einig, dem Vorsitzenden Jens Voß und seinen Stellvertretern, Nicole Schulte und Thomas Kruber, auch weiterhin ihr Vertrauen zu schenken. Auch die weiteren Vorstandsmitglieder wurden gewählt. So bleibt Caroline Wahl weiterhin die Kassiererin und Hanni Bethke ihre Stellvertreterin. Martina Flachmeier-Wahl hat ihren Job als Schriftführerin an Benjamin Pritschow übergeben und übernimmt nun das Amt der Mitgliederbeauftragten, das zuvor von Bernd Kaiser ausgeübt wurde. Die stellvertretende Schriftführerin bleibt Ina Rolf-Ferber. Fabiola Ferber ist die neue Organisationsbeauftragte. Bildungsbeauftragter bleibt Klaus Schwabe. Die Beisitzer sind: Inge Alberts, Güner Cebir, Annelie Kaiser, Bernd Kaiser, Volker Schmidt, Marc Andre Schulte, Barbara Tünsmeier und als Neuzugang Annelene Paul.

Jens Voß blickte auch noch einmal auf die letztjährigen Aktivitäten des Vereins zurück. Ein Vortrag zum Thema Elektromobilität in der Bergstadt, das Ostereiersuchen, der Europawahlkampfstand, Grillnachmittage und Vereinsfahrten standen unter anderem 2019 auf dem Programm. „Im Schnitt waren wir mehr als einmal im Monat aktiv“, resümierte der Vorsitzende. Das könne sich sehen lassen.

Über die Auswirkungen des Coronavirus im Kreis MK berichten wir hier im News-Ticker. Über die Entwicklung in ganz NRW berichten wir in diesem News-Ticker.

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