Frust bei Autofahrern und Anwohnern

Chaos rund um Vollsperrung im MK: Autofahrer ignorieren Linksabbiege-Verbot

Das Linksabbiegen an der Kreuzung L694/B229 ist eine Herausforderung, inzwischen aber verboten.
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Das Linksabbiegen an der Kreuzung L694/B229 ist eine Herausforderung, inzwischen aber verboten.

Seit dem 23. August ist der Höhenweg zwischen Lüdenscheid und Werdohl gesperrt. Seitdem ächzen die Anlieger der Umleitungsstrecken und Schleichwege unter der zusätzlichen Verkehrsbelastung. Besonders problematisch sei die Situation auf der L694 zwischen Brunscheid und Wettringhof, klagen die Anwohner.

Lüdenscheid – Autofahrer versuchen an der Kreuzung zur B229, sich in den Verkehr auf der Bundesstraße Richtung Werdohl einzufädeln – aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im Berufsverkehr ein mitunter aussichtsloses Unterfangen. Lange Rückstaus bis ins Wettringhofer Wohngebiet hinein sind die Folge.

Nach Beschwerden von Anwohnern traf Straßen.NRW nach Darstellung der Polizei eine verkehrsrechtliche Anordnung für die Kreuzung. Seit dem 31. August gilt nun ein Verbot für Linksabbieger an der Kreuzung an. Die Polizei selbst ordnete das Aufstellen des Schildes nicht an, wie Polizeisprecher Marcel Dilling betonte. Es habe eine Rücksprache mit der Polizei gegeben. Zuständig für die verkehrsrechtliche Anordnung sei aber Straßen.NRW. Die Polizei sei zuständig für die Kontrolle.

Das aufgestellte Schild ist eindeutig. Es zeigt einen weißen Rechtspfeil auf blauem Grund – heißt: die vorgeschriebene Fahrtrichtung ist rechts. Ausnahmen gelten – per Zusatzschild geregelt – lediglich für den Linienverkehr und Krankenfahrzeuge. Das Verkehrszeichen impliziert das Linksabbiege-Verbot für alle anderen Pkw und Lkw, wird aber offenbar von den Pendlern falsch interpretiert. Denn vor Ort wird klar: Noch immer biegen viele Autofahrer links ab und sorgen so weiterhin für Rückstaus im Ort. Polizeisprecher Marcel Dilling erklärt, dass an der Kreuzung vereinzelt Kontrollen durchgeführt worden seien. „Dabei wurde keine Vielzahl von Verstößen festgestellt“, sagt Dilling.

Die Anwohner sind genervt, auch wegen der ständigen Huperei: „Dass die Emotionen bei vielen Menschen etwas hochkochen, wenn sich der gewohnte Arbeitsweg plötzlich ändert, mag ja sein, aber die Aggressivität der Kfz-Führer, die hier stattfindet, ist nicht mehr tragbar. Für Fußgänger ist die Stelle gefühlt unpassierbar“, schreibt ein Anlieger, der anonym bleiben will.

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