Umzug wegen des Stadtturms

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Die Resonanz auf die CDU-Veranstaltung zum geplanten Stadtturm war sehr groß. Rund 90 Besucher kamen ins Kulturhaus.

Lüdenscheid - Sehr groß war die Resonanz auf die Veranstaltung des CDU-Arbeitskreises zum geplanten Stadtturm am Freitagabend im Kulturhaus.

Wenn’s um den geplanten großen Stadtturm geht, kann ein Raum schon einmal zu klein werden. Die Erfahrung machte am Freitagabend der CDU-Arbeitskreis Stadtentwicklung. Die öffentlich Sitzung zum Thema Stadtturm war zunächst im Grünen Saal vorgesehen. Doch die Resonanz war so groß, dass ruckzuck ein Umzug in den größeren Roten Saal erforderlich war.

Das Kulturhaus-Team um Reinhard Meyer reagierte schnell, räumte um, und so fanden rund 90 Interessierte Platz, um sich die Pläne für den Stadtturm von Projektentwickler Roland Rothmann und Architekt Philipp Fleper erläutern zu lassen.

Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, vertrat die Stadt. Architekt Rüdiger Wilde gab den Kritiker. Die Kritik war konstruktiv und sachlich – auch aus den Reihen der interessierten Besucher, obwohl die CDU einen provokanten Titel für die Veranstaltung gewählt hatte: „Der geplante Stadtturm: Städtebauliches Leuchtturmprojekt als Belebung der Innenstadt oder ein weiterer architektonischer Schandfleck in der City?“ 

Das Wort „Schandfleck“ fiel den gesamten Abend nicht. Wohl aber gab es große Zweifel an der verkehrlichen Erschließung des Komplexes von der Sauerfelder Straße aus sowie die Gestaltung und Nutzung des Gebäudes. 

Auch eine Vermietung der Büroräume an die Stadt wurde skeptisch gesehen, eine ausreichende Zahl an Stellplätzen für Mieter des Wohnturms oder – sollte stattdessen in dem neungeschossigen Turm ein Hotel betrieben werden – für die Hotelgäste ebenfalls. 

Ein Vorschlag von Rüdiger Wilde, die perspektivische Führung in die Wilhelmstraße zu verbessern und so das Tor in die Haupteinkaufsstraße zu öffnen, stieß bei den Planern auf Zustimmung. Wilde schlug auch vor, einen Wettbewerb um den besten Entwurf auszuschreiben.

Alt-Bürgermeister Friedrich-Karl Schmidt meinte: „Es ist gut, dass jetzt jemand den Hut in den Ring geworfen hat und endlich was passiert.“ Architekt Philipp Fleper bat um Geduld: „Wir wollen alle eine gute gestalterische Lösung.“

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