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CDU stimmt für Ralf Schwarzkopf als Landtagskandidaten

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Von: Frank Laudien

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Zur gewonnen Wahl überreichte die stellvertretende Kreisvorsitzende Martina Hesse einen Strauß Blumen an Ralf Schwarzkopf.
Zur gewonnen Wahl überreichte die stellvertretende Kreisvorsitzende Martina Hesse einen Strauß Blumen an Ralf Schwarzkopf. Auch Bundestagsmitglied Dr. Matthias Heider gratulierte. © Frank Laudien

Mehr als 50 Prozent der Ja-Stimmen hätten Ralf Schwarzkopf bereits gereicht, um als CDU-Wahlkreisbewerber für die Landtagswahl 2022 ins Rennen gehen zu können.

Lüdenscheid – Die 35 stimmberechtigten CDU-Mitglieder aus dem Wahlkreis 123 stimmten am Donnerstagabend letztendlich zu 100 Prozent für den Lüdenscheider. Der Applaus im großen Saal des Kulturhauses war nach Verkündung des Ergebnisses lang anhaltend und erinnerte an ein Konzertende zu coronafreien Zeiten.

Damit bewirbt sich Schwarzkopf zum zweiten Mal nach 2017 um einen Sitz im Düsseldorfer Landtag. Vor vier Jahren hatte der Unternehmer das Direktmandat mit 36,5 zu 38,6 Prozent der Stimmen dem SPD-Kandidaten Gordan Dudas überlassen müssen, gegen den er unter anderem auch diesmal wieder antreten wird.

Bezahlbares Wohnen wichtig

Bevor die anwesenden CDU-Mitglieder dem Lüdenscheider Stadtverbandsvorsitzenden am Donnerstag im Kulturhaus ihre volle Unterstützung zusicherten, blickte Bundestagskandidat Florian Müller noch einmal auf den aktuellen Status der Partei. „Wenn wir überlegen, wo wir vor sechs Wochen noch gestanden haben“, rief er in Erinnerung. „Die Inzidenz sank endlich unter 150 und die Umfragewerte der CDU lagen bei 24 Prozent.“

Mittlerweile nähere sich die Inzidenz einem einstelligen Wert und die CDU könne sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Bezahlbares Wohnen sei ein wichtiger Punkt bei den anstehenden Wahlen auf Bundes- und Landesebene, ebenso wie Klimaneutralität. Im Märkischen Kreis werde jedoch immer auch ein Individualverkehr benötigt.

Bundestagsmitglied Dr. Matthias Heider führte anschließend als Vertretung für den Landtagsabgeordneten Thorsten Schick durch den Abend, der einer Plenarsitzung in Düsseldorf beiwohnte. „Wir wollen hier heute Abend zu Potte kommen“, scherzte Heider. Der Umstand, dass Ralf Schwarzkopf keinen Gegenkandidaten hatte und sich der Gang zur Wahlkabine durch die großen Sicherheitsabstände in den Stuhlreihen erübrigte, beschleunigte die Wahl. „In dem Fall kommt uns Corona wenigstens ein bisschen entgegen“.

Ehe die Kreuze gemacht wurden, erhielt Schwarzkopf noch einmal die Gelegenheit zur Eigenwerbung. Auch hier stand die Pandemie im Mittelpunkt. „17 000 Menschen sind in NRW an Covid-19 verstorben, viele sind erkrankt und waren einsam“, erinnerte er.

Sein Dank galt den Ärzten, Pflegern, Erziehern, Lehrern und auch den vielen Menschen, die sich durch ihr richtiges Verhalten dem Virus entgegengestellt haben. Dabei stellte der 52-Jährige fest: „Die Westfalen sind doch die eigentlichen Erfinder des Social Distancing“.

Für jedes Problem eine Lösung

Mit Blick auf die Wahl erinnerte er, dass noch 2017 NRW die rote Laterne gehabt hätte, wenn es um Infrastruktur, Bildungspolitik und Kriminalitätsrate geht. Armin Laschet hätte es schließlich geschafft, die Wähler zu überzeugen und ein Programm aufzustellen, das für jedes Problem eine Lösung parat hätte. „Wir haben die ersten ausgeglichenen Haushalte nach der Wahl präsentiert“. Endlich sei auch ein Innenminister im Amt gewesen, der sich bei der Kriminalität durchsetzen könne, und ein Verkehrsminister, der aufs Tempo drücke. Ein guter Weg, den auch Ralf Schwarzkopf mit seiner Erfahrung und seinem Wissen beschreiten wolle.

Wir hatten zuerst zu wenig Impfstoff und alle wollten sich impfen lassen. Heute ist es umgekehrt.

Marco Voge, Landrat

Nach Abgabe der Wahlzettel blickte Landrat Marco Voge noch einmal auf seine achtmonatige Amtszeit zurück, die er „mit großer Freude, viel Stolz und Tatendrang“ täglich ausführe. Auch er warf noch einen Blick auf Zahlen, die die Pandemie schrieb: „61 Prozent sind bereits geimpft. Das ist gut, geht aber noch besser“, unterstrich er. Sorge bereite ihm die aktuelle Impfmoral: „Wir hatten zuerst zu wenig Impfstoff und alle wollten sich impfen lassen. Heute ist es umgekehrt“. Impfen sei der einzige Weg aus der Pandemie.

Schließlich wurde das Traumergebnis der Wahl verkündet: 35 der 35 stimmberechtigten Mitglieder haben Ralf Schwarzkopf ihre Stimme gegeben, wofür der Gewählte sich herzlich bedankte. „Ich bin sehr gerührt. Vielen Dank für das Vertrauen.“

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