CDU-Ratsherr Norbert Adam gegen Kulturhaus-Nutzung durch VHS

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Das Kulturhaus sollte nach Ansicht von CDU-Ratsherr Norbert Adam nicht zu einer Dependance der VHS werden.

Lüdenscheid - Wenn das Kulturhaus – wie von der Verwaltung vorgeschlagen – künftig in Teilen von der Volkshochschule (VHS) genutzt wird, fürchtet CDU-Ratsherr und Kulturausschussvorsitzender Norbert Adam einen erheblichen Imageverlust.

„Wir hätten dann nur noch einen Theatersaal und als Kreisstadt kein Kongresszentrum mehr, in dem große Veranstaltungen stattfinden können, wie zuletzt die Ausbildungsmesse oder den Lungentag. Das Kulturhaus darf keine Dependance der VHS werden“, ist Adam überzeugt.

Die Verwaltung habe den Umzug der VHS ins Kulturhaus vorgeschlagen, ohne Alternativen zu überprüfen, die es durchaus gebe. Daher habe die CDU auch einen Fragenkatalog an das Kulturamt formuliert, in dem die Verwaltung aufgefordert werde, Alternativen zu prüfen. Zum Beispiel könnten nach einem Neubau der Musikschule am Staberg auch die dann frei werdenden Musikschulräume an der Altenaer Straße für Integrationskurse der VHS genutzt werden. Auch im Zeppelin-Gymnasium sei Platz vorhanden. Möglich sei es auch, dem privaten Mieter im Kulturhaus an der Freiherr-vom Stein-Straße – „Asia Kampfkunstzentrum“ – mit dem nötigen Vorlauf zu kündigen, um dort Raum zu schaffen.

Norbert Adam befürchtet, dass sich VHS-Kurse nicht mit gleichzeitig stattfindenden Theaterveranstaltungen vereinbaren lassen. „Da findet dann eine Theateraufführung statt, während im Foyer VHS-Teilnehmer Pause machen oder das Haus verlassen.“ Dies habe nichts damit zu tun, dass die CDU etwas gegen Integrationskurse habe, wie es Grünen-Fraktionschef Otto Bodenheimer impliziert habe (wir berichteten). Im Kulturausschuss habe es eine durchaus kontroverse Diskussion über die Nutzung des Kulturhauses für VHS-Kurse gegeben. „Auch in meiner eigenen Partei gibt es unterschiedliche Auffassungen dazu.“

Am 3. November findet eine gemeinsame Sitzung von Schul- und Kulturausschuss statt, in der auch der Fragenkatalog an die Verwaltung beantwortet werden soll.

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