„Es fehlen Visionen“

CDU-Bürgermeisterkandidat Björn Weiß, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Norbert Adam und Ortsvorsitzender Ralf Schwarzkopf stellten sich den Fragen der LN-Redakteure Martin Messy (v.l.) und Florian (nicht im Bild). Hesse

Lüdenscheid - „Natürlich ist mir bewusst, dass Bürgermeister Dzewas mit einem Amtsbonus in den Wahlkampf geht. Aber das schreckt mich nicht. Ich will Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit den Bürgern Entwicklungen anschieben und Ziele für unsere Stadt definieren“, sagt Björn Weiß.

CDU-Ortsvorsitzender Ralf Schwarzkopf und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Norbert Adam stellten den 41-jährigen Lüdenscheider am Donnerstag als Bürgermeisterkandidaten der Christdemokraten vor: „Björn Weiß ist unser Wunschkandidat, und wir sind seiner Familie sehr dankbar, dass sie seine Kandidatur mitträgt“, betonten sie. Lüdenscheid brauche eine personelle und thematische Alternative zu Dieter Dzewas, und die biete Björn Weiß.

Der Familienvater geht dies mit „Respekt vor der Aufgabe“, aber selbstbewusst an. „Ich habe ein großes Gerechtigkeitsempfinden und mich schon immer eingemischt, wenn etwas nicht voranging“, sagt Björn Weiß und kommt damit gleich aufs Wesentliche. „Veränderungen oder Visionen sind unter Herrn Dzewas nicht erkennbar. Dabei ist es wichtig, einen Masterplan zu entwickeln, zu verfolgen und dabei die Wünsche der Bürger ernst zu nehmen und sie einzubinden.“ Das sei auch in Zeiten leerer Kassen möglich, und zwar mit Kreativität und indem man Netzwerke für privtes Engagement schaffe und die richtigen Leute an einen Tisch bringe. „Dafür muss ein Klima entwickelt werden, und das geschieht mit Herrn Dzewas nicht“, ergänzt Ralf Schwarzkopf.

Dass es in den vergangenen Jahren unter der Regie des amtierenden Bürgermeisters zwei Bürgerbegehren – Mehrgenerationenplatz und Umzug von VHS und Musikschule – gegeben habe, zeige, wie weit weg Dzewas und auch die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP von den Bürgern sei. Alternativvorschläge der CDU seien einfach abgebügelt worden.

Björn Weiß erinnert an die Vergabe eines extern erstellen Schulentwicklungsplans, der einen fünfstelligen Betrag gekostet habe und schon kurz darauf mit der Schließung der Grundschule Schöneck wieder Makulatur gewesen sei. Da sei die Verwaltung noch stärker gefordert. Das gelte auch bei der Bearbeitung von Genehmigungsverfahren, deren Dauer verkürzt werden müsse. Dies sei ein wichtiges Signal für heimische, aber auswärtige Unternehmen, um die Infrastruktur zu verbessern. Dazu zähle auch das vielfältige kulturelle Angebot in der Stadt, das erhalten bleiben müsse. „Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor.“

Weiß kündigte einen fairen Wahlkampf an, in dem es um die Sache und die Zukunft der Stadt gehen werde.

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