Carmen verschont Lüdenscheid

Gelbe Müllsäcke wurden durch die Sturmböen durch die Luft gewirbelt.

LÜDENSCHEID ▪ Der Wind fegte und fauchte zwar in unregelmäßigen Abständen um die Häuser, der Regen prasselte laut gegen die Fenster, doch das Sturm-Tief „Carmen“ blieb dennoch sanft und verschonte Lüdenscheid vor umstürzenden Bäumen oder schweren Unfällen. Nach Angaben der Feuerwehr rückten die Einsatzkräfte nur am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr zur Kalve aus, wo ein Baum halb auf die Straße geknickt war.

Marcus Teuber, Leiter des Forstbetriebsbezirks, erhielt auch keine dramatischen Mitteilungen von Waldbesitzern. „Es mag Einzelwürfe gegeben haben, aber der Sturm war ja auch nicht vergleichbar mit Kyrill“, sagte er.

Frank Wiemer, Einsatzleiter beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL), hatte es AM Freitag mit vielen gelben Säcken zu tun, die „Carmen“ aufgewirbelt und zerrissen auf Straßen geweht hatte. Wiemer appellierte an die Bürger, den Müll erst am Morgen des Abholtermins hinauszustellen. Der verstreute Restmüll, der durch gerissene Säcke auf den Straßen herumliegt, wurde zum größten Teil vom STL selbst entsorgt. Doch eigentlich sei dies nicht dessen Aufgabe. Wer auf der Straße liegende Müllreste sehe, werde gebeten, sie selbst aufzufegen und zu entsorgen. So ein Sturm komme ja nicht so häufig vor.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreichten die Böen bis zu Windstärke 9. Ab Windstärke 8 gelten Beschädigungen an Häusern oder Autos bei den Versicherern als Sturmschäden. Allerdings muss genau überprüft werden, ob der jeweilige Schaden wirklich von „Carmen“ verursacht worden ist.

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