Caritas: Schon erste Bewerbungen

LÜDENSCHEID ▪ „Wir stehen zu unserer Beratungsstelle. Das habe ich immer gesagt“, unterstreicht Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff. Nach den außerordentlichen Kündigungen der langjährigen Experten Thomas Becker und Ulrich Birkner (wir berichteten) hat der Caritasverband für das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid die beiden Stellen per Anzeige ausgeschrieben.

„Die Stellenanzeige richtet sich an erfahrene Leute mit speziellen Kenntnissen auf diesem Gebiet und nicht an Berufsanfänger“, betonte Wolff und trat damit noch einmal Vorwürfen der Gekündigten entgegen, wonach der Verband die Entlassungen nutzen wolle, um Jung gegen Alt auszuwechseln und auf diese Weise Personalkosten einsparen zu wollen. Inzwischen seien bereits Bewerbungen eingegangen, „auch aus den eigenen Reihen“.

Die Trennung von Becker und Birkner habe natürlich für Unruhe im Verband gesorgt. Aber allen Beteiligten sei klar gewesen, dass man den damit verbundenen Druck aushalten müsse. „Ich sage noch einmal: Die fachlichen Qualifikationen der beiden ist nie in Abrede gestellt worden.“ Ob sich die zerstrittenen Parteien vor dem Arbeitsgericht treffen, steht bisher nicht fest. Es ist nach Angaben Wolffs auch eine Schlichtung möglich. Beim Caritasverband gebe es eine Schlichtungsstelle. „Da gäbe es noch das ein oder andere Angebot im Hintergrund.“ Doch ob es dazu kommt, ist nach den verhärteten Fronten, die sich nach den bisherigen Stellungnahmen aufgebaut haben, fraglich.

Bis die beiden Stellen neu besetzt sind, wurde in Absprache mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der neben dem Märkischen Kreis den Löwenanteil der Kosten für die öffentlich geförderte Beratungsstelle trägt, eine Übergangsregelung getroffen: An zwei Tagen in der Woche kommen nach Angaben von Wolff Mitarbeiter von Caritas-Beratungsstellen aus Gelsenkirchen und Gladbeck zur Graf-von-Galen-Straße. An den drei weiteren Tagen sind Mitarbeiter aus dem Martinushaus an Bord.

Angeboten werden zwei Vollzeitstellen für Diplom-Sozialpädagogen/Sozialarbeiter mit einem abgeschlossenen Studium und Erfahrung im Umgang mit wohnungslosen Menschen oder vergleichbaren Arbeitsfeldern.

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