„Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“

Caritas-Mitmach-Kampagne: „Es geht um die Zukunft“

Das große Bild am Martinushaus weist auf die Jahresaktion „Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“ der Caritas hin.

Lüdenscheid - Die Caritas-Kampagne 2016 steht unter dem Motto „Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“ und ist eine Mitmach-Kampagne, erklärte Caritasdirektor Hans-Werner Wolff. Denn es gehe um die Zukunft von uns allen.

Mit der Kampagne, ihren Aktionen in der Öffentlichkeit und innerhalb der Caritas wolle der Verband den demografischen Wandel konstruktiv gestalten.

„Das Bild am Lüdenscheider Martinus-Haus greift die aktuelle Veränderung durch die Flüchtlinge auf. Die statistische Basis der Themen ‚Demografischer Wandel‘ und ‚Generationengerechtigkeit‘ wird durch den Zustrom von vielen, oft jungen Menschen nach Deutschland verändert. Zuwanderung birgt viele Chancen, aber sie ist keine automatische Bewältigung des Demografischen Wandels“, meinte Wolff. „Auch die Generationengerechtigkeit ist damit nicht sofort hergestellt. Wir brauchen eine mittel- und langfristig tragende Konzeption und darauf aufbauend Kraftanstrengungen in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, damit Integration gelingen kann. Sie ist die Vor-aussetzung, dass sich die Zuwanderung der Flüchtlinge positiv auf die Gestaltung des demografischen Wandels auswirken kann.“

Die Bevölkerung schrumpfe ziemlich dramatisch, sagte Wolff. Ohne Zuwanderung lebten in Deutschland 2060 rund zwölf Millionen Menschen weniger als heute. Und die Gewichtung zwischen den Altersgruppen verschiebe sich immer mehr Richtung „Dritter Lebensphase“. Für 2060 prognostizierten Forscher, dass ein Drittel aller Menschen in Deutschland über 65 Jahre alt sein werden. Angesichts der Zuwanderung durch Flüchtlinge lasse sich derzeit allerdings keine zuverlässige Prognose abgeben. Viele Menschen suchten Schutz bei uns. Das werde uns helfen und Deutschland wieder jünger machen. Trotzdem löse die Zuwanderung nicht die Probleme des demografischen Wandels.

Die künftigen Lasten würden tragbar, wenn wir das Miteinander der Generationen konsequent planten. Dann hätten alle, was sie für ein gutes Leben brauchen: Die Jungen Entwicklungsmöglichkeiten und positive Herausforderungen. Die Alten die notwendige Unterstützung und Würde in ihrer letzten Lebenszeit, erklärte Wolff.

Die Mitmach-Kampagne:

• Auf der Internetseite www.caritas-luedenscheid.de findet man einen link zur virtuellen Demografie-Demo. Einfach Foto hochladen, Zeitmaschine starten, eine Forderung unterstützen oder eine eigene einbringen. Mit einem Klick landen Teilnehmer mitten im Caritas-Demonstrationszug.

• Der Caritasverband Altena-Lüdenscheid beteiligt sich an den Bundesgenerationenspielen und plant vor den Sommerferien Veranstaltungen hierzu. Am Vortag des Caritassonntags (17. September) fahren einige der „Drei-Generationen-Mannschaften“ zur Großveranstaltung nach Essen.

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