„Es ist normal, anders zu sein“

Projektleiterin Eva Hammoudo, Schulleiter Jürgen Rittinghaus, Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen sowie die Künstler Dagmar Lippok und Jens Sundheim (von links).

Lüdenscheid - Es ist eine leise Ausstellung, die da am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) im Foyer der Städtischen Galerie eröffnet wird. Kein plakatives Gebrüll, keine schreienden Motive, sondern qualitativ hochwertige Fotografien von jungen Menschen, die sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf haben – Kinder und Jugendliche der Schule an der Höh.

Drei Jahre lang wurde dort im Rahmen der Landesförderung „Schule und Kultur“ NRW das Projekt „Captain Future“ durchgeführt wir berichteten mehrfach. Nun mündet das Gesamtprojekt, betreut durch die Dortmunder Künstler Dagmar Lippok und Jens Sundheim, in eine Ausstellung von 33 Fotografien, die bis zum 25. Januar zu sehen sind. In verschiedenen Workshops arbeiteten die beiden Dortmunder über die drei Jahre mit rund 60 Schülern zwischen sechs und 18 Jahren – je nach Möglichkeit und Schwere der Behinderung. Verschiedene Blöcke behandelten Varieté, Theater, Show, Glamour, Sport und auch den Blick in die Zukunft – „Captain Future“. Ein Projekt, dass den Schülern den Mut gegeben hat, eine aktive Rolle zu übernehmen. „Sie haben erfahren, dass es normal ist, anders zu sein“, fasste Schulleiter Jürgen Rittinghaus bei der Vorstellung der Ausstellung zusammen. Viele seiner Schüler, so Rittinghaus, gingen gern in die Einrichtung, fühlten sich auf der anderen Seite vielfach stigmatisiert. Das Projekt habe ihnen Mut gemacht, sich zu zeigen und eine positive Identifikation mit der eigenen Rolle zu übernehmen. Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Dieter Dzewas haben die Schirmherrschaft übernommen. Rittinghaus: „Das finde ich bemerkenswert, zeigt das doch die Verbundenheit der Schule in Kreisträgerschaft mit der Stadt Lüdenscheid“. Beide werden am Dienstag – die Vernissage beginnt um 18.30 Uhr – ein Grußwort sprechen, es spielt die Schulband, die Kunstfreunde sorgen für Getränke. - rudi

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