Cappuccino-Mörder nach 15 Jahren auf freiem Fuß

LÜDENSCHEID – 14 Jahre nach seiner Verurteilung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wird der sogenannte Cappuccino-Mörder noch in diesem Monat aus der Justizvollzugsanstalt Werl entlassen. Das bestätigte am Mittwoch der Sprecher der Strafvollstreckungskammer Arnsberg, Richter Peter Marchlewski.

Der Mann war 1995 wegen des vorsätzlichen Mordes an einer Arbeitskollegin in einer Galvanik eingesperrt, angeklagt und 1996 trotz hartnäckigen Leugnens verurteilt worden. Er galt als überführt, sein Opfer mit vergiftetem Cappuccino umgebracht zu haben. Der aufsehenerregende Indizienprozess hatte fünf Monate gedauert.

Nach LN-Informationen soll sich der Verurteilte in der Haft inzwischen zu der Tat bekannt haben. Dazu sagte Peter Marchlewski, dass „beharrliches Leugnen im Regelfall ein Ausschlusskriterium“ darstelle. In einem LN-Interview in der JVA Werl hatte der Lüdenscheider im Dezember 2000 noch jegliche Verantwortung für den Tod der jungen Frau abgestritten.

Die Behörde hat nach positiven Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft und der Gefängnisleitung die „bedingte Entlassung“ des heute 50-Jährigen bereits im Januar beschlossen. Marchlewski: „Hintergrund ist laut psychologischem Gutachten eine positive Sozial- und Legalprognose.“ Nach seiner Entlassung wird der Verurteilte fünf Jahre lang unter Bewährungsaufsicht stehen.

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