Gastro-Neustart nach Lockdown

Café Schröder‘s ist wieder da: Neuer Investor, neues Personal

Schröder‘s-Geschäftsführer Willi Denecke mit einem Teil seines Teams (Floris Makaske, Chantal Reffelmann und Sarah Hundt) sowie den beiden Kremer-Profis, die bei der Terrassengestaltung helfen.
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Pflanzen-Profis von Kremer (rechts und links) geben der Schröder‘s-Terrasse ein neues Gesicht. Aber auch das neue Team um Geschäftsführer Willi Denecke (3. von rechts) wächst.

Der frisch gepflanzte Himmelsbambus in den Terrassenkübeln steht für Aufbruchstimmung nach der eher höllischen Lockdown-Zeit: Am 16. August öffnet das Schröder’s an der Altenaer Straße zum dritten Mal.

Lüdenscheid - „Wir sind wieder da“, sagt Geschäftsführer Willi Denecke, dem die Erleichterung, aber auch die Sorgen der letzten Monate, ins Gesicht geschrieben stehen. Denn das voller Elan begonnene Gastro-Start-up wurde durch die beiden Corona-Zwangsschließungen ins Mark getroffen.

Lange stand auf der Kippe, ob und wie es weitergehen würde. Es fehlte nicht nur an Geld, auch die Mitarbeiter waren nach monatelanger Schließung „in alle Winde zerstreut“, erzählt Denecke. Anspruch auf den ersten Schwung Überbrückungshilfe hatte der noch zu junge Betrieb nicht, dafür aber hohe Investitionen abzutragen. Denecke spricht von einer „dramatischen Kostensituation“, und dass man Expansionspläne des als Franchise-Konzepts geplanten „Schröders“ erst einmal habe ad acta legen müssen.

Aber er spricht auch von Glück: Im zweiten Lockdown sei Überbrückungshilfe geflossen, man habe einen verständnisvollen Vermieter und vor allem Fans des Konzepts: Mit Thomas Sting, einem IT-Unternehmer aus Siegen, fand man mitten in der Krise einen Investor, der an die Schröder’s-Idee und das Motto „fresh – local – fair“ glaubt. Inzwischen ist Thomas Sting Gesellschafter, gemeinsam mit Rüdiger Völkel.

Zeit für etwas Optimismus

Damit ist wieder Zeit für etwas Optimismus, für die Hoffnung, dass die Gäste wiederkommen und man „perspektivisch durchaus auch ein Abendgeschäft etablieren kann“, wie Denecke sagt. Mit Musik, Kultur, Events. Bis dahin sind die Öffnungszeiten auf montags bis donnerstags, 10 bis 18 Uhr, und freitags/samstags 10 bis 20 Uhr festgelegt. Sonntags ist Ruhetag.

Auch die Suche nach Mitarbeitern, die ins Konzept des nachhaltigen Cafés mit seinem Shabby-Chic-Charme passen, hatte inzwischen Erfolg, ist aber noch nicht ganz beendet. Mit Floris Makaske ist nun ein Niederländer verantwortlich für den Spezialitäten-Kaffee-Schwerpunkt und das ausgefallene, umfangreiche Getränkeangebot, mit dem das Schröder’s punkten will. Er bringt viele Ideen aus der starken Gastro-Tradition seiner Heimat mit, Management-Erfahrung und Leidenschaft für Kaffee und seine Aromen. „Da sehen wir Luft nach oben“, heißt es.

Hausgebackenes und Hygienekonzept, ein veganes Angebot und geschickte Sitzplatz-Vermehrung innen und außen, Frühstück, ein schneller Mittagsimbiss, alles in Selbstbedienung – großstädtisch sei das Angebot, betont Denecke. Die Resonanz der Gäste darauf sei schon in der kurzen ersten Phase „furios“ gewesen. Die unkomplizierte, familiäre Atmosphäre und der bis in die Möblierung nachhaltige Anspruch kamen an. Deshalb ist Denecke nicht davor bange, dass sich das geändert haben könnte. Nur davor, dass sich die Umstände wieder ändern.

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