Anziehungspunkt am Kirchplatz

Café als Hoffnungsträger für Oberstadt

Unten das Café mit einer terrassierten Außengastronomie der „Kaffee Kultur“, oben ein neu aufgesetztes Dachgeschoss mit Garten: So soll das alte Jendritzki-Haus im kommenden Jahr aussehen. Die Planungs-Politiker freuten sich über die Belebung von Alt- und Oberstadt.

LÜDENSCHEID ▪ Ein Café mit 35 Plätzen drinnen und 40 draußen soll am Kirchplatz 23 entstehen, wo einst das „uralte Rathaus“ von Lüdenscheid stand – und später Hut Jendritzki war. Über dem Café sollen drei statt heute zwei Etagen hochwertige und seniorengerechte Wohnungen beherbergen. Das Dachgeschoss soll einen Garten erhalten.

Diese Pläne des Olper Architekten und Investors Michael Eberts sowie des „Kaffee Kultur“-Inhabers Sebastian Benkhofer sorgten für große Hoffnung bei Politikern und Verwaltungsspitzen im Planungsausschuss: Die Investition könne weitere auslösen und sich damit als Segen für die heute von Leerständen gebeutelte Oberstadt erweisen.

Eberts erklärte, dass eine Terrasse für die Außengastronomie die Hanglage auffange. Der untere Bereich sei auch für gehbehinderte Menschen gut erreichbar. Höher, also ins Café und in die drei Wohnungen, gehe es bei Bedarf per Aufzug. Das Haus solle mit einer modernen Holzpellet-Heizung ausgestattet werden; die Wohnungen seien zu mieten oder zu kaufen.

Sebastian Benkhofer erläuterte gestern auf Anfrage der LN den Entschluss, sich vom heutigen Standort an der Schemperstraße mit einem Café und dem Geschäft direkt an den Kirchplatz zu begeben: „Ich sehe das als aussichtsreich und machbar an, da wir hier oben seit 2000 mit der ,Kaffee Kultur’ Erfolg haben. Als völlige Neugründung hätte ich da sicher mehr Bedenken.“ Mit dem neuen Café würden auch Arbeitsplätze entstehen, bestätigte der Unternehmer. Mit der Eröffnung rechnet Benkhofer in der zweiten Jahreshälfte 2013.

Natürlich hoffe er nun umso mehr, dass die Volkshochschule als wichtiger Publikumsmagnet in der Oberstadt bleibt, statt 2015 in die heutige Albert-Schweitzer-Schule an der Kaiserallee zu ziehen, sagte Benkhofer. „Da wünsche ich dem Altstadtverein allen Erfolg und unterstütze das Anliegen – auch für die gesamte Oberstadt.“

Seine Rösterei soll indes, anders als gemeldet, in der Berg’schen Fabrik bleiben, wo sie vor drei Jahren eingerichtet wurde: „Das war nicht in die Gastronomie zu integrieren, außerdem kann ich in der Fabrik noch prima expandieren.“ Dort könne man auch mit großen Röstmengen vernünftig arbeiten. Die Produktion in einer integrierten Rösterei dagegen, die womöglich hinter Glas stattzufinden habe, vertrage sich kaum mit einem regen Cafébetrieb.

Martin Bärwolf, Leiter des Bau-Fachbereichs, sagte im Ausschuss: „Wir sind froh, dass Herr Benkhofer Interesse an diesem Café hatte.“

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