CDU-Wahlkampf-Auftritt mit prominentem Gast

BVB-Chef Watzke zeigt klare Kante in Sachen Corona 

Stellten sich den Fragen von Moderator Dirk Weiland: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke, CDU-Bundestagskandidat Florian Müller und CDU-Ratsherr Michael Meyer.
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Stellten sich den Fragen von Moderator Dirk Weiland: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke, CDU-Bundestagskandidat Florian Müller und CDU-Ratsherr Michael Meyer.

Eigentlich hätte es ein schöner Abend am Mamanuca-Stadtstrand werden sollen, doch wetterbedingt musste die Talkrunde mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kurzfristig in die Phänomenta verlegt werden. Gleichwohl wurde es ein unterhaltsamer Abend, bei dem der prominente Gast deutlich Stellung bezog.

Lüdenscheid - „Wenn mich eins nicht überrascht, dann das Wetter im Sauerland.“ Gelassen nahm BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke – gebürtig aus Marsberg im tiefsten Sauerland und mit dem hiesigen Wetter bestens vertraut - am Freitag beim Wahlkampfauftritt mit Florian Müller (Bundestagskandidat der CDU im Südsauerland) einen kurzfristig anberaumten Ortswechsel hin.

Statt wie ursprünglich geplant am Stadtstrand Mamanuca fand die Talkrunde mit dem prominenten Gast, an der sich CDU-Ratsherr Michael Meyer als Vorsitzender des Sportausschusses und Vorstandssprecher des Stadtsportverbandes Lüdenscheid sowie Dirk Weiland als Moderator beteiligten, in der Phänomenta statt.

„Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, kommentierte Dirk Weiland, der dem Talk im Phänomenta-Turm mit seiner kurzweiligen Moderation einen lockeren, zwanglosen Anstrich gab, den Ortswechsel. Sowohl ernste Themen, die die Nation bewegen, als auch Persönliches wie der Tagesablauf eines Bundestagskandidaten vor der Wahl kamen zur Sprache. Zu ihrer Motivation, sich politisch zu engagieren, zur Zukunft des Amateursports und vollen Stadien im Profibereich, zum Frauenfußball beim BVB, aber auch Themen wie Digitalisierung, Flutkatastrophe und Pandemie befragte Dirk Weiland seine Gesprächspartner.

Engagiert stellte sich Aki Watzke, dessen Vater 15 Jahre Landtagsabgeordneter für die CDU war, dabei hinter den Bundeskandidaten („Ich bewundere Leute wie Florian Müller, die das auf sich nehmen“) und Armin Laschet als Kanzlerkandidat. „Niemand hat mehr für die Profi-Fußballer gemacht als Armin Laschet. NRW war immer Vorreiter“, betonte er.

„Die Leute sollen sich impfen lassen!“

Auf die Frage, wann es wieder ausverkaufte Stadien geben wird, antwortete der BVB-Geschäftsführer: „Die Leute sollen sich impfen lassen!“ Stadien mit 81 000 Zuschauern werde es nur mit 2G – geimpft und genesen - geben. Wenn die Leute geimpft sind, könne es möglicherweise noch in diesem Jahr wieder volle Stadien geben. Nur noch von Angst getrieben zu sein, sei auch kein Leben. „Wir dürfen uns nicht von Angst leiten lassen. Mut und nicht Angst.“

Was die Digitalisierung angehe, hinke Deutschland „unfassbar hinterher.“ Deutschland sei – verglichen mit Singapur und anderen Ländern – „um 40 Jahre zurück.“ Überdies machte er sich mit Blick auf einen zu erwartenden Fachkräftemangel für „eine vernünftige Einwanderungspolitik in den Arbeitsmarkt“ stark.

Mit seinem Werdegang und seinen Zielen machte Florian Müller die familiäre Runde in der Phänomenta bekannt. Auf die Formel Heimat und High-Tech weiterzuentwickeln und etwas für die Region zu tun, brachte er seine Ambitionen. Die Pandemie werde die Menschen noch lange begleiten. „Es wird eine neue Normalität geben“, zeigte er sich zuversichtlich. Was Kinder und Jugendliche angehe, werde er sich für Präsenzunterricht und den Amateursport stark machen.

Auch zur Digitalisierung bezog der Bundestagskandidat Position. „Das Digitale muss die gleiche Relevanz besitzen wie der Wasseranschluss“, forderte er. Einwanderung müsse aus Sicht des Wirtschaftsstandortes definiert werden. Den Ursprung seines politischen Engagements verortete Michael Meyer im Sport. „Ich habe lange Kampfsport (Taekwondo) gemacht.“ Durch politisches Engagement habe viel bewegt werden können. „Wir haben es geschafft, dass es in Lüdenscheid wieder einen Sportausschuss gibt.“

Besucherfragen zu hohen Spielergehältern im Profibereich

Dieser habe zuletzt in Brügge getagt, wo der Kunstrasenplatz nach der Flut „ein Totalschaden“ sei. Die Entsorgung des alten Platzes sei eine Katastrophe. Als Ersatz sei ein Echtrasenplatz vorgeschlagen worden. Fragen der Besucher zielten unter anderem auf die hohen Spielergehälter im Profibereich, Spiele der Profis während des Lockdowns und die Wiederbelebung des Amateursports. Als Riesenproblem bezeichnete Michael Meyer dabei den Wegfall vieler Übungsleiter durch die Pandemie.

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