Busfahrer im MK lässt Fahrgäste nicht aussteigen

Fünf Haltestellen ignoriert, niemand darf raus: Das sagt das Busunternmehmen

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Erst am Sauerfeld konnten die Fahrgäste aussteigen.

Lüdenscheid  - Ein Busfahrer im Märkischen Kreis hat für großen Ärger bei seinen Fahrgästen gesorgt. Auf der Fahrt von den beruflichen Schulen in Ostendorf nach Lüdenscheid ignorierte er einfach am Ende alle Haltewünsche  - und zwingt damit sogar zum Schwarzfahren. So reagierte das Unternehmen darauf!

„Fehler können ja mal passieren – dann hätte es auch eine Entschuldigung getan. Aber dieses Verhalten war meiner Meinung nach inakzeptabel.“ Für den Lüdenscheider Robin Plate endete eine Rückfahrt von den beruflichen Schulen in Ostendorf nicht dort, wo sie enden sollte.

Der Grund: Der Fahrer des Westfalenbusses auf der Linie 55 kam dem Haltewunsch nicht nach – und das über mehrere Haltestellen. Wie Plate erzählt, wollte er auf seinem Heimweg am Haltepunkt Talstraße aussteigen. Doch der Bus stoppte nicht.

Auch an den folgenden vier Haltestellen – Oenekinger Hang, Luisental, Wildmecke und Kölner Straße – fuhr der gut gefüllte Bus vorbei. Erst am Sauerfeld konnten die Fahrgäste aussteigen.

„Als ich freundlich nachfragte, warum er nicht angehalten habe, sagte der Fahrer, das sei seine Sache und er müsse nicht anhalten und sich nicht veräppeln lassen“, schilderte der Berufsschüler weiter. „Dann forderte er mich auf auszusteigen.“

Das Ärgerliche: „Mit meinem Schulweg-Monatsticket darf ich die Strecke des Schulwegs nicht überschreiten. Bei der Rückfahrt war ich streng genommen ‘schwarz’ unterwegs“, so Plate, der grundsätzlich zufrieden mit der Busverbindung und nicht zuletzt darauf angewiesen ist. „Der Fahrer hätte sich ja auch einfach entschuldigen können.“

Von Seiten der DB Regio, zu der die Westfalenbusse gehören, sei leider nicht mehr aufzuklären, was sich während dieser Fahrt genau ereignet habe. Ein Unternehmenssprecher betonte jedoch: „Kundenbeschwerden gehen wir – wenn uns ausreichend konkrete Angeben zu der betroffenen Fahrt vorliegen – nach und befragen in der Regel das betroffene Fahrpersonal dazu. Sollte es sich um ein Fehlverhalten handeln, wird der Mitarbeiter durch den Vorgesetzten auf das korrekte Verhalten hingewiesen und aufgefordert, zukünftig entsprechend zu handeln. In besonders schwerwiegenden Fällen oder im Wiederholungsfall sind auch arbeitsrechtliche Maßnahmen möglich.“ 

Grundsätzlich sei an Haltestellen auf Kundenwunsch zu halten – auch wenn sich mitunter Schüler einen Spaß daraus machen, an jeder Haltestelle den Haltewunschtaster zu drücken, ohne aussteigen zu wollen.

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