„Buon giorno, Italia“ auf dem Sternplatz

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Nur ein Fetzchen probiert, und Geschmack und Aroma der Salami erleichtern die Kaufentscheidung. - Fotos: Moos

Lüdenscheid - Na gut, sie sieht so aus wie eine Salami eben so aussieht: außen weiß, innen rot-weiß gesprenkelt, fertig. Aber dann hat man ein Probierfetzchen davon in der Hand, und auf dem Weg zum sauerländischen Mund lässt die original sizilianische Salami ihr Aroma frei – und der Preis spielt plötzlich keine Rolle mehr.

Das ist das Kapital der Händler, die noch bis Sonntag die Innenstadt bevölkern und ihre Feinkost anbieten. „Buon giorno, Italia“ auf dem Sternplatz.

Antonella di Cataldo strahlt übers ganze Gesicht. Zweimal hat es ein französischer Markt in den Rosengarten geschafft und ist wieder verschwunden. Mit ihrem italienischen Markt hofft die Veranstalterin auf ein breiteres – und vor allem dauerhaftes – Interesse der Lüdenscheider zu stoßen. Die Reaktionen der Passanten scheinen ihr Recht zu geben. „Die meisten“, sagt Antonella, „sind sehr aufgeschlossen“.

Zwei Monate ist es her, dass Signore Cristofero Piscitello aus Mailand plötzlich in der Tür des italienischen Patronatsbüros stand und Antonella di Cataldo um Hilfe bat. „Der Verein ‘Buon giorno, Italia’ ist sehr groß, ständig sind italienische Feinkosthändler in ganz Deutschland und im Ausland unterwegs.“ Und weil sie den Lüdenscheiderin die italienische Kultur näherbringen will, bekam Signore Piscitello seine Zusage – und Antonella legte los.

13 Stände sind es geworden, und der Fokus liegt eindeutig auf lukullische Spezialitäten: Antipasti, unter anderem mit einer gigantischen Oliven-Auswahl, Käse, Aufschnitt, Weine, Süßwaren aus Calabrien, Waren aus Sizilien, Apulien, Umbrien oder Mailand bilden den Schwerpunkt des Marktes.

Im nächsten Jahr sollen, wenn es den Lüdenscheidern gefällt, auch Schuh- oder Modeschmuckhändler ihre Original-Importe anpreisen. „Okay, es ist ein bisschen teurer auf diesem Markt“, sagt die Veranstalterin. „Aber es lohnt sich, etwas mehr Geld für allerbeste Qualität auszugeben.“

Dass sie für 2014 die Genehmigung für einen größeren Markt bekommt, bezweifelt Antonella nicht. „Die Zusammenarbeit mit dem Rathaus war sehr angenehm.“

Von Olaf Moos

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