#BuntstattBraun in Lüdenscheid

Polizei MK setzt Zeichen gegen Rechts - mit "buntem" Einsatz bei Tankstellen-Unfall 

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Mit dieser Polizeimeldung über einen Unfall in Lüdenscheid geht die Polizei MK viral.

Lüdenscheid - Acht Nationalitäten bei einem Einsatz in Lüdenscheid  - das ist der Polizei im Märkischen Kreis eine außergewöhnliche Polizeimeldung wert. Damit wolle man ein Zeichen gegen Rechts setzen. Bei Facebook kommt die Aktion unterm #BuntstattBraun gut an. 

Die Polizei im Märkischen Kreis ist erst seit der vergangenen Woche bei Facebook unterwegs. Anlässlich eines aus Sicht der Beamtenkuriosen Unfalls in Lüdenscheid hat sie eine Polizeimeldung mit dem Titel "Bunter Polizeialltag" verfasst.

Dabei schreiben die Beamten von einer Unfallaufnahme, bei der mehrere Nationalitäten auftauchten. Sie lautet: 

"Kurioser Verkehrsunfall heute Nacht, gegen 23.20 Uhr, in Lüdenscheid. Ein Mazedonier mit slowenischer Fahrerlaubnis war in seinem italienischen LKW mit dänischer Zulassung unterwegs." 

Bei dem italienischen Lkw handelt es sich um einen Iveco. 

"Auf der Altenaer Straße wollte er einen Tankstopp einlegen. Dabei verschätzte er sich aber mit der Höhe seines Brummis. Er geriet unter das Dach der Tankstelle eines polnischen Konzerns mit türkischem Betreiber."

Dabei handelt es sich um die Star-Tankstelle, die zum polnischen Konzern Orlen gehört. 

"Den Unfall nahmen wir in englischer Sprache auf. Die Unfallmeldung schrieben wir dann aber doch lieber auf Deutsch. Es entstanden etwa 5000 Euro Sachschaden."

Verbunden wurde die Meldung mit den Hashtags #Toleranz #BuntStattBraun und #gemeinsam. Die Polizei schreibt: 

"Für uns wieder ein klares Zeichen dafür, dass es nur gemeinsam geht."

"Wir erleben jeden Tag ähnliche Einsätze, wo wir mit unterschiedlichen Nationalitäten zu tun haben. Für uns ist der Unfall ein schönes buntes Beispiel für unseren Polizeialltag", sagte ein Polizeisprecher. 

Die Hashtags habe man ganz bewusst gesetzt, um sich ganz klar zu positionieren - für Toleranz, hieß es.

Innerhalb kürzester Zeit hatten mehr als 200 Nutzer einen "Daumen hoch" hinterlassen und hatten sichtlich Spaß mit der Meldung. "Na, da fehlen aber noch ein paar Länder", schrieb einer. "Und die Versicherung aus Grönland?" fragt ein anderer. 

Seit dem Start in der vergangenen Woche folgen mehr als 6.000 Follower der Polizei MK bei Facebook. 

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